Abstract:
Das Wirtschaftswachstum eines Landes hängt immer stärker von dessen Innovationsfähigkeit ab. Japan, Südkorea und die Volksrepublik China gewinnen neben einigen kleineren asiatischen Schwellenländern eine zunehmende Bedeutung im globalen Standortwettbewerb. Andere Länder wie Indien sind gleichfalls bestrebt, ihr großes Humankapitalpotential weltweit als Standortfaktor einzusetzen. Um insbesondere gegenüber den USA sowie den westeuropäischen Ländern ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, werden dort umfangreiche Reformen der staatlichen Institutionen zur effektiveren Gestaltung nationaler Innovationspolitik vorgenommen. Dabei ist in Japan zu beobachten, dass über ein Council for Science and Technology Policy (CSTP) unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten die Steuerungsmöglichkeiten auf das Innovationssystem gesteigert werden sollen. In Südkorea findet über das National Science und Technology Council (NSTC) unter dem Vorsitz des Präsidenten eine analoge Steuerung statt, die insbesondere die internationale Vernetzung des südkoreanischen Innovationssystems deutlich verbessern soll. Die VR China hat erst mit deutlichem zeitlichen Rückstand begonnen, eine eigenständige nationale Strategie für den Hochtechnologiebereich zu entwickeln. Derzeit konzentriert die Zentralregierung ihre Aktivitäten auf den Ausbau nationaler Forschungseinrichtungen und die Rückgewinnung von hochqualifizierten chinesischen Wissenschaftlern aus dem Ausland, insbesondere den USA.
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung / Quarterly Journal of Economic Research is edited by Klaus F. Zimmermann, Dorothea Schäfer, Tilman Brück, Christian Dreger, Claudia Kemfert, Alexander Kritikos, Viktor Steiner, Gert G. Wagner, Christian Wey, Ansgar Belke and Georg Meran