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Die Evolution der bundesdeutschen Forschungs- und Technologiepolitik: Rückblick und Bestandsaufnahme

Andreas Fier and Dietmar Harhoff

No 01-61, ZEW Discussion Papers from ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung / Center for European Economic Research

Abstract: In Deutschland beanspruchen gleich zwei Ressorts, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Zuständigkeit für die deutsche Innovationspolitik. Dieses für den Bund offensichtlich bedeutsame Politikfeld eröffnet zum einen die Frage, auf welchen Prinzipien die gegenwärtige Forschungs-und Technologiepolitik aufgebaut ist und zum anderen, wie es gelingen soll, die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für FuE-Aktivitäten zu verbessern. Dieser Beitrag widmet sich der industrieökonomischen Innovationsforschung und der Umsetzung ihrer Ergebnisse in der Wirtschaftspolitik. Ausgangspunkt ist ein Rückblick auf theoretische Konzepte, die seit den grundlegenden Studien von Arrows (1962) in der Literatur entwickelt worden sind. Dazu gehören die Entwicklung von Patentrennenmodellen, Modellen präemptiven Verhaltens und Überlegungen zur Funktionsweise von Wissensexternalitäten. Gerade das Konzept der "absorptiven Kapazität", Ende der 80er Jahre von Cohen und Levinthal vorgeschlagen, hat sich nicht nur in der volkswirtschaftlichen Forschung als wichtig erwiesen, sondern auch in der Betriebswirtschaftslehre. Den Fortschritten in der Wissenschaft steht eine Entwicklung in der Forschungs- und Innovationspolitik gegenüber, die nur mäßig von ökonomischen Konzepten beeinflusst worden ist. Nach Darstellung des Entwicklungsverlaufs der bundesdeutschen Innovationspolitik kommt eine Analyse des Förderinstrumentariums zu dem Schluss, dass insbesondere die Wirkungsforschung in Deutschland noch unterentwickelt ist und vor neuen Herausforderungen steht. -- We consider the development of German federal research and technology (R&T) policies since the 1960s and sketch the evolution of today?s highly differentiated and complex set of policy instruments. Advances from economic theory and empirical results are reflected in this evolution, but have not necessarily been the driving force. In some instances, innovative policy instruments have been introduced in order to accomodate the state of the art in economic analysis; in other cases, such innovations have preceded a thorough analysis of the respective policy instruments. A major point of concern is the lack of comprehensive evaluation and cost-benefit analyses in R&T policies. In this regard, German policy practice lags behind well-established procedures in other countries.

Keywords: Innovation; Public R&D Subsidies; Policy Evaluation (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: O31 C24 H32 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2001
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Page updated 2009-11-28
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