No iewwp356, IEW - Working Papers from Institute for Empirical Research in Economics - IEW
Abstract:
Seit Mitte der achtziger Jahre hat die neue Wachstumstheorie verstärkt Aufmerksamkeit auf Humankapital als eine Quelle des Wirtschaftswachstums gelenkt. Neuere empirische Ergebnisse weisen allerdings darauf hin, dass Bildungsinvestitionen nur geringe soziale Externalitäten erzeugen und dass der direkte Beitrag des Humankapitals zum Wirtschaftswachstum relativ gering ist. In dieser Arbeit wird der Beitrag des Humankapitals zur Wirtschaftsentwicklung im Rahmen der langfristigen Wachstumstheorie dargestellt, deren Gegenstand ist, den Übergang von Ländern von vor-industrieller Stagnation zu stetigem Wirtschaftswachstum zu erklären. Hier erweist sich, dass Humankapital nicht nur direkte Produktivitätseffekte erzeugt, sondern auch als Auslöser verschiedener entwicklungsfördernder politischer Reformen dienen kann.