Erwartungen und Sparen: wie wirken Arbeitslosigkeits- und Gesundheitserwartungen auf die Sparentscheidung von Haushalten?
Stefan Arent ()
ifo Dresden berichtet, 2012, vol. 19, issue 02, 13-18
Abstract:
Individuen möchten ihre Einkommensverhältnisse und damit ihren Konsum nach Möglichkeit über einen langen Zeitraum konstant halten. Dieses Ziel lässt sich am einfachsten durch Sparen erreichen. Dabei stellt sich die Frage, ob bzw. wie Erwartungen über zukünftige Entwicklungen die Sparentscheidungen beeinflussen können. Im einfachsten Fall ist dabei davon auszugehen, dass eine sinkende Einkommenserwartung zu höheren Ersparnissen führen sollte. Für Westdeutschland jedoch lässt sich zeigen, dass eine steigende Arbeitslosigkeitserwartung und damit eine sinkende Einkommenserwartung zu einer Absenkung der kurzfristigen Sparquote führen. Für Ostdeutschland findet sich kein signifikanter Einfluss der Arbeitslosigkeitserwartung auf die Sparquote der Haushalte. Außerdem zeigt sich, dass in Westdeutschland sowohl eine gute Gesundheitserwartung als auch eine gute Gesundheitssituation die Sparneigung erhöhen. Im Osten wirkt beides hingegen negativ auf die Sparquote.
Keywords: Sparen; Einkommen; Arbeitslosigkeit; Gesundheit; Alte Bundesländer; Neue Bundesländer (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D12 D14 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2012
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