Teilkrankschreibung auf dem Prüfstand: Schafft sie Abhilfe für steigende Auslastung der Beschäftigten?
Jonas Hennrich and
Daria Schaller
ifo Schnelldienst Digital, 2026, vol. 7, issue 11, 01-07
Abstract:
Zentrale Ergebnisse der ifo-HR-Befragung im zweiten Quartal 2026: Bei 38% der befragten Unternehmen ist die Arbeitsauslastung in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen, bei 21% gesunken und bei 41% unverändert geblieben. Bei 51% der Unternehmen haben mentale Belastung und Stress der Mitarbeitenden zugenommen. Als häufigste Ursachen nennen die Unternehmen die Unsicherheit über die wirtschaftliche Lage und die Auftragsentwicklung (49%) sowie Veränderungsprozesse im Unternehmen (45%). Von der Teilkrankschreibung erwarten 48% der Unternehmen keine wesentlichen positiven Effekte; 76% sehen die größte Herausforderung darin, klar zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig abzugrenzen. Am ehesten umsetzbar wäre eine Teilkrankschreibung in der Administration (55%). Die Teilkrankschreibung ermöglicht es Beschäftigten, trotz gesundheitlicher Einschränkungen schrittweise in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Grundlage der Ergebnisse ist die quartalsweise Befragung der HR-Abteilungen deutscher Unternehmen, die das ifo Institut gemeinsam mit Randstad Deutschland zu personalpolitisch relevanten Themen durchführt. Neben jährlich wiederkehrenden Standardfragen enthält jedes Quartal wechselnde Sonderfragen; im zweiten Quartal 2026 ging es um die Entwicklung der Arbeitsauslastung, die Belastungsfaktoren in den Unternehmen und deren Ursachen, die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden sowie um die Einschätzungen der Unternehmen zur Teilkrankschreibung.
Date: 2026
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