Spreizung westdeutscher Arbeitseinkommen: Messung, Trends und Einflussfaktoren
Christoph Schröder
IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung, 2000, vol. 27, issue 2, 5-23
Abstract:
Das Gefälle zwischen den in Westdeutschland gezahlten Stundenlöhnen hat sich seit 1984 nicht nennenswert verändert. In der privaten Wirtschaft werden nach wie vor in der Industrie die höchsten und im Handel die niedrigsten Löhne gezahlt. Die Verdienste hochqualifizierter Arbeitnehmer übertreffen unverändert den Durchschnittslohn um rund 50 Prozent, die Löhne Niedrigqualifizierter liegen um 25 Prozent darunter. Außerdem kann mit Hilfe des Sozio-Ökonomischen Panels empirisch nachgewiesen werden, dass das Lohngefälle innerhalb der einzelnen Sektoren und Qualifikationsstufen größer ist als das zwischen diesen Gruppen. Die seit Mitte der 80er- Jahre nahezu unveränderte Lohnspreizung passt nicht zu dem rapiden Strukturwandel in Richtung Dienstleistungswirtschaft und höher qualifizierter Beschäftigung. Denn vor diesem Hintergrund bedeutet das stabile Lohngefälle, dass die Einkommensentwicklung hierzulande nur unzulänglich auf den Strukturwandel reagiert hat und somit die Anpassung des Arbeitsmarktes an strukturelle Veränderungen behindert hat.
Date: 2000
References: View references in EconPapers View complete reference list from CitEc
Citations:
Downloads: (external link)
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/156776/1/iw-trends-v27-i2-a1.pdf (application/pdf)
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:zbw:iwktre:156776
DOI: 10.2373/1864-810X.00-02-01
Access Statistics for this article
More articles in IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by ZBW - Leibniz Information Centre for Economics ().