Erfassung und Entwicklung von Streiks in OECD-Ländern
Hagen Lesch
IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung, 2009, vol. 36, issue 1, 83-98
Abstract:
Internationale Streikvergleiche weisen Deutschland als ein vergleichsweise konfliktarmes Land aus. Tatsächlich lag die Anzahl der je 1.000 Arbeitnehmer arbeitskampfbedingt ausgefallenen Arbeitstage im Zeitraum 2000 bis 2007 bei nur fünf Tagen pro Jahr. Noch konfliktärmer waren von 20 untersuchten OECD-Ländern lediglich Japan, Polen und die Schweiz. Allerdings nähern sich die Arbeitskampfvolumina an. In einer Mehrheit von Ländern liegt dies an einer sinkenden Streikhäufigkeit, in Deutschland hingegen an einer kürzeren Streikdauer. Ein Blick auf die statistische Erfassung von Arbeitskämpfen zeigt allerdings, dass Deutschland zu den Ländern mit einer unvollständigen Arbeitskampferfassung gehört. Dies liegt vor allem an den Erfassungsgrenzen. Zudem stützt sich die amtliche Statistik auf Arbeitgebermeldungen, während andere Länder auch die in der Regel höheren Gewerkschaftsangaben heranziehen. Beides führt dazu, dass der tatsächliche Streikumfang in Deutschland in der amtlichen Statistik deutlich unterzeichnet wird.
Date: 2009
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DOI: 10.2373/1864-810X.09-01-06
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