Mitgliederentwicklung und politische Einflussnahme: Die deutschen Gewerkschaften im Aufbruch?
Carsten Anders,
Hendrik Biebeler and
Hagen Lesch
IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung, 2015, vol. 42, issue 1, 21-36
Abstract:
Die Gewerkschaften befinden sich in Deutschland offenbar im Aufwind. Auswertungen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) zeigen, dass der Netto-Organisationsgrad der Gewerkschaften zuletzt auf 20,6 Prozent angestiegen ist. Gegenüber dem Tiefstand im Jahr 2006 bedeutet das ein Plus von 2,6 Prozentpunkten. Außerdem gelang es den Gewerkschaften, aus dem politischen Abseits herauszutreten, in das sie sich mit ihrer Opposition gegen die Agenda 2010 selbst hineinmanövriert hatten. Ob diese Erfolge anhalten werden, ist aber keinesfalls sicher. Eine Analyse der Mitgliederstruktur zeigt, dass der Organisationsgrad von Männern, Vollzeitbeschäftigten und Älteren überdurchschnittlich gestiegen ist. Der jüngste Mitgliederzuwachs hält aber nur an, wenn die Gewerkschaften auch vermehrt Frauen, Teilzeitbeschäftigte und Jüngere organisieren.
Keywords: Gewerkschaften; Gewerkschaftlicher Organisationsgrad; Mitgliederstruktur (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J51 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2015
References: Add references at CitEc
Citations: View citations in EconPapers (6)
Downloads: (external link)
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/157121/1/iw-trends-v42-i1-a2.pdf (application/pdf)
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:zbw:iwktre:157121
DOI: 10.2373/1864-810X.15-01-02
Access Statistics for this article
More articles in IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by ZBW - Leibniz Information Centre for Economics ().