Herbst 2025: Finanzpolitische Impulse lassen auf sich warten
Torsten Schmidt,
Niklas Benner,
Boris Blagov,
Maximilian Dirks,
Niklas Isaak,
Daniela Grozea-Helmenstein,
Robin Jessen,
Stefan Kotz,
Clara Krause,
Marvin Nöller,
Philip Schacht-Picozzi and
Klaus Weyerstraß
RWI Konjunkturberichte, 2025, vol. 76, No A06, 12 pages
Abstract:
Die deutsche Wirtschaft zeigt auch Ende 2025 keine deutliche Erholung. Im dritten Quartal stagnierte die Wirtschaftsleistung, die Exporte gingen zurück, insbesondere in die USA, was auf die Zolleinigung zwischen der EU und den USA zurückzuführen ist. Die Binnennachfrage bleibt schwach, private Investitionen und Konsum sind rückläufig, und die Unternehmen zögern aufgrund der unsicheren Wirtschaftspolitik. Öffentliche Investitionen und Konsum wurden hingegen ausgeweitet, jedoch bleiben die Impulse aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität gering. Für 2026 wird eine leichte wirtschaftliche Erholung erwartet, mit einem BIP-Wachstum von 1,0%, das durch öffentliche Investitionen und eine moderate Verbesserung der Exporte gestützt wird. Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure bleibt jedoch ein Problem. Der private Konsum wird sich nur langsam erholen, da die verfügbaren Einkommen aufgrund geringer Lohnzuwächse schwach steigen. Bis 2027 wird ein BIP-Wachstum von 1,4% prognostiziert.
Date: 2025
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