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Von den Anfängen bis zum Entstehen der Seidenstraße (SStr)

Stephan Barisitz

Chapter 2 in Zentralasien und die Seidenstraße, 2023, pp 13-52 from Springer

Abstract: Zusammenfassung In diesem Kapitel wird die Wirtschaftsgeschichte ZAs bis zum Aufkommen der SSTR dargestellt. In der Region bildete sich bald ein wirtschaftlicher und politischer Dualismus heraus: Während sich urbanisierte, sesshafte Oasenkulturen entwickelten, führte die Domestizierung des Pferdes im Grasland ab dem ersten Jahrtausend v. Chr. (Eisenzeit) zu Reiternomadentum und mobilem Pastoralismus. Reiternomaden erlangten bald einen militärischen Vorsprung gegenüber sesshaften Zivilisationen und beherrschten und besteuerten diese oft. Etwa ab 500 v. Chr. geriet ZA unter die Herrschaft der großen Staaten der Frühantike: des Achämeniden-, des Alexander- und des Xiongnu-Reiches. Das letztgenannte Reich war ein Nomadenstaat, der Seide aus China erpresste und den transkontinentalen Seidenhandel initiierte. Die Seidenstraße wurde Ende des zweiten Jahrhunderts v. Chr. vom Reich der Mitte eingerichtet, das in erster Linie geopolitische Ziele verfolgte. Die erste Blütezeit des Netzes (in der Antike) erreichte ihren Höhepunkt in den ersten beiden Jahrhunderten nach Christus. Die wichtigsten Teilnehmer profitierten gleichzeitig von der politischen Stabilität: die Han-Dynastie in China, der Kuschan-Staat, Parthien und das Römische Reich. Die chinesische Seide war von zentraler Bedeutung für den Handel und wurde de facto zu einer internationalen Währung. Gleichzeitig waren Pferde, die in der Regel von Steppennomaden gezüchtet wurden, im SSTR-Handel sehr begehrt. Der Niedergang wurde im dritten und vierten Jahrhundert n. Chr. durch interne politische Schwächen und durch nomadische Invasionen ausgelöst.

Keywords: eurasische Steppe; Dualismus; Domestizierung des Pferdes; Reiternomadentum; mobiler Pastoralismus; Geopolitik; Han-Dynastie; Kuschan-Staat; Parthien; Römisches Reich; politische Stabilität; Seide; Pferde; militärische Überlegenheit; nomadische Invasionen (search for similar items in EconPapers)
Date: 2023
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DOI: 10.1007/978-3-031-23075-2_2

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