EconPapers    
Economics at your fingertips  
 

Empirische Befunde

Felix Winter and Anke Haag
Additional contact information
Felix Winter: THM Business School
Anke Haag: THM Business School

Chapter 5 in Risikokapital für Start-ups: Katalysator oder Hemmnis?, 2026, pp 33-46 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Kap. 5 verdichtet die Ergebnisse der Experteninterviews und zeigt, wie Risikokapital Entscheidungen, Wachstum und Innovationsverläufe in Start-ups beeinflusst. Zunächst werden die Motive beider Seiten herausgearbeitet. Start-ups nutzen Risikokapital vor allem, um schnell Ressourcen aufzubauen, die eigene Entwicklungs- und Markteintrittsgeschwindigkeit zu erhöhen und Gründer finanziell zu entlasten, damit sie sich vollständig auf das Unternehmen konzentrieren können. Kapitalgeber verfolgen primär renditeorientierte Ziele und eine Exit-Logik, wobei Kriterien wie Marktgröße, Teamqualität und ein nachweisbarer Proof of Concept eine zentrale Rolle spielen. Corporate Venture Capital ergänzt diese Perspektive um strategische Motive, etwa den Transfer von Innovationen in die Muttergesellschaft. Im Kern zeigt das Kapitel eine doppelte Wirkung von Risikokapital auf Innovation. Als Katalysator ermöglicht es Experimente, beschleunigt Entwicklung und Skalierung und eröffnet Zugang zu Know-how sowie Netzwerken der Investoren. Gleichzeitig kann Risikokapital innovationshemmend wirken, wenn kurzfristige Rendite und Bewertungsziele dominieren und Start-ups ihren Fokus von Innovation auf Monetarisierung und schnelle Skalierung verschieben. Zudem wird der Einfluss als stark sektorspezifisch beschrieben. In kapitalintensiven Bereichen wie Deep Tech, Biotechnologie und Hardware ist eine gute Kapitalbasis häufig Voraussetzung, während softwarebasierte Modelle teils später Kapital benötigen und von Investoren bevorzugt werden. Darüber werden Unterschiede zwischen den vorgestellten Finanzierungsformen sichtbar. Business Angels werden als nah und unterstützend beschrieben, Venture Capital als professionell und kapitalstark, aber stärker durch Exit- Druck geprägt, und Corporate Venture Capital als strategisch motiviert mit potenziellen Zielkonflikten. Abschließend werden typische Spannungsfelder zwischen Gründern und Investoren sowie Lösungsansätze herausgearbeitet, darunter gezieltes Matchmaking, frühe Zielabstimmung, klare Leitplanken und ein bewusstes Timing der Kapitalaufnahme.

Date: 2026
References: Add references at CitEc
Citations:

There are no downloads for this item, see the EconPapers FAQ for hints about obtaining it.

Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.

Export reference: BibTeX RIS (EndNote, ProCite, RefMan) HTML/Text

Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:spr:sprchp:978-3-658-50437-3_5

Ordering information: This item can be ordered from
http://www.springer.com/9783658504373

DOI: 10.1007/978-3-658-50437-3_5

Access Statistics for this chapter

More chapters in Springer Books from Springer
Bibliographic data for series maintained by Sonal Shukla () and Springer Nature Abstracting and Indexing ().

 
Page updated 2026-05-29
Handle: RePEc:spr:sprchp:978-3-658-50437-3_5