Arbeitgebermarke und Personalgewinnung in der Pflege
Hendrik Luehrsen
Chapter 5 in Marketing in der stationären Alten- und Seniorenpflege, 2026, pp 91-111 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Der anhaltende Fachkräftemangel wird als strukturelle Restriktion beschrieben, die nicht nur die Stellenbesetzung erschwert, sondern Arbeitsorganisation, Prozessstabilität und betriebliche Steuerungsfähigkeit insgesamt beeinflusst. Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, Personalgewinnung als kurzfristiges Recruiting zu behandeln. Arbeitgeberattraktivität muss als strategisches Profil entwickelt werden, das funktionale, ökonomische und psychologische Nutzenaspekte bündelt und als glaubwürdiges Versprechen nach innen und außen wirkt. Entscheidend ist dabei die Anschlussfähigkeit an den Arbeitsalltag: Eine Arbeitgeberpositionierung bleibt nur tragfähig, wenn sie sich in Dienstplanung, Führung, Entwicklungsmöglichkeiten, Onboarding und interner Kommunikation tatsächlich einlöst. Personalgewinnung und Personalbindung werden deshalb als integriertes Personalmarketing gefasst, das Zielgruppenfokussierung, geeignete Kontaktpunkte, verlässliche Prozesse und Kennzahlen zu einem lernfähigen Regelkreis verbindet.
Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-658-51886-8_5
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