Strategische Zeit-Souveränität
Nicolas Apitzsch
Chapter 6 in KI-Transformation in der öffentlichen Verwaltung, 2026, pp 29-32 from Springer
Abstract:
ZusammenfassungHören Sie das? Vermutlich nicht. Denn das Geräusch, das Ihre Führungsfähigkeit am nachhaltigsten erodiert, ist nicht laut. Es ist das konstante, rhythmische Pling Ihres Posteingangs. Es ist das Vibrieren des Smartphones in der Tasche, das optische Aufblinken der Chat-Nachricht am Bildschirmrand. Wir arbeiten in einer Umgebung des neuronalen Dauerbeschusses. Die digitale Transformation, so das Versprechen, sollte uns Zeit schenken. Automatisierte Prozesse sollten uns entlasten. Doch die Empirie unserer Kalender spricht eine andere Sprache: Die Lücken füllen sich augenblicklich. Wir erleben eine Verdichtung der Interaktion. Wo früher ein Brief drei Tage unterwegs war und Denkzeit gewährt wurde, fordert die E-Mail die Antwort in der Stunde, der Chat in der Minute. Wir sind getrieben von einer reaktiven Hyperaktivität.
Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-658-52648-1_6
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