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Diagnostik des Überraschungseis – Wie gut ist der Rütteltest?

Geraldine Rauch ()
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Geraldine Rauch: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie

Chapter 10 in Zeig mir mehr Biostatistik!, 2017, pp 111-117 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Diagnostische Tests zur Identifizierung von Krankheiten spielen im Rahmen von diagnostischen Studien eine zentrale Rolle. Ein binärer diagnostischer Test diagnostischer Test trifft anhand eines vorher festgelegten Kriteriums eine Vorhersage darüber, ob ein Patient von einer bestimmten Krankheit betroffen ist. Die Güte eines solchen diagnostischen Tests wird dabei anhand verschiedener statistischer Kenngrößen gemessen, zu denen sowohl die Sensitivität und die Spezifität gehören als auch die prädiktiven Werte. Das Thema der diagnostischen Gütemaße findet als Unterrichtseinheit im Rahmen der meisten Biometrievorlesungen im Humanmedizinstudium statt. Aber auch in anderen Studiengängen sind diese Inhalte von Interesse, etwa in der Zahnmedizin, der Tiermedizin, Studiengängen zu anderen Gesundheitsberufen oder in der Medizinischen Informatik. Eine Unterrichtseinheit zu diesem Themenkomplex kann daher in unterschiedlichen Kontexten verwendet werden. Grundsätzlich begegnen die Lernenden dem Fach der medizinischen Biometrie oft mit einer gewissen Skepsis – die Medizinische Biometrie ist in den oben genannten Studiengängen ein reines Anwendungsfach, und die intrinsische Motivation der Studierenden ist daher meist gering. Daher ist es von zentraler Wichtigkeit, die Studierenden für biometrische Inhalte zu begeistern und Spaß am Umgang mit der Thematik zu erzeugen. Hierfür eignen sich hervorragend spielerische Unterrichtselemente, die Interesse und Freude erwecken und zugleich die Studierenden zum Mitmachen animieren. Unter Kindern ist es eine gängige Praxis, im Supermarkt an den zum Verkauf ausgestellten Überraschungseiern zu rütteln, um so möglichst präzise vorherzusehen, ob sich in dem Ei eine der heißbegehrten Sammelfiguren befindet. Die Prävalenz für ein solches Ereignis ist nicht allzu groß – nur in einem von sieben Eiern findet sich tatsächlich eine Sammelfigur. Aber wie gut funktioniert dieser „Rütteltest“ eigentlich? Um dieser Frage nachzugehen, gelangt man vom Supermarkt direkt in die Welt der diagnostischen Studien. Neugierig geworden? Die Neugierde ist der erste Schritt auf dem Weg dazu, Neues zu lernen.

Date: 2017
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DOI: 10.1007/978-3-662-54825-7_10

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