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Selbstreview, -retrospektive zur Selbstoptimierung und zum Selbstcoaching

Stephanie Voss ()

Chapter Kapitel 7 in Erfolgreich Gespräche im Berufsalltag führen, 2023, pp 251-286 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Lernen entsteht, wenn die eigene Konstruktion und „vermeintliche“ Realität verunsichert werden. Diese sogenannte Perturbation führt dazu, neues Verhalten zu erlernen und den Schritt aus der Komfortzone zu wagen, da es sich plötzlich „lohnt“, sich zu verändern. Lernen bedeutet also, Wissen, Emotionen, Fertigkeiten, Deutungsmuster oder Werte zu verändern. Werden das Erleben, die Konstruktion eines Menschen gestört, wird diese Person zum Nachdenken animiert, allerdings entsteht aufgrund der Störung (Perturbation) nicht zwangsläufig ein Umlernen gelernten Verhaltens. So bewirkt der gleiche Umwelteinfluss bei einer Person ein Umdenken und Erlernen notwendiger neuer „Schritte“ und bei einer anderen Person hat die gleiche Veränderung kein Umdenken zur Folge. Das veränderte Umfeld wird beim Lernenden als Störung gesehen, weswegen diese Person bereit ist, sich in irgendeiner Weise zu verändern. Bisher erlerntes Verhalten führt nicht zum gewünschten Erfolg beziehungsweise zur Reaktion, weshalb die Bereitschaft entsteht umzulernen. Selbstgesteuertes Lernen entsteht nicht mit der veränderten Umwelt, sondern löst diese nur aus, da bisher erlernte Strategien nicht mehr wie erwartet greifen (Arnold R, Siebert H Konstruktivistische Erwachsenenbildung Von der Deutung zur Konstruktion der Wirklichkeit. Schneider Verlag, Hohengehren. S 115, 1997). Durch einen Rückblick, eine sogenannte Retrospektive, auf das Gespräch und das analytische Betrachten der Situation kann diese Perturbation, das bedeutet Störung, entstehen und zu einer Änderung der Deutung der Situation führen, die wiederum eine Handlungsänderung auslöst. Diese Handlungsänderung führt dazu, dass Gespräche der Zukunft anders geführt werden können und damit zu einem anderen Ergebnis führen. Damit diese Perturbation der Wirklichkeit geschehen kann, sind Selbstevaluation und -retrospektive unterstützend, da man so sein eigenes Verhalten aus der Metakognition betrachtet und verstehen lernt, wie die eigene Wirkung war, was sie beim Gesprächspartner ausgelöst oder bewirkt hat.

Date: 2023
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DOI: 10.1007/978-3-662-67788-9_7

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