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Gewerkschaftstheorien

Werner Sesselmeier (), Aysel Yollu-Tok () and Charlotte Fechter ()
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Werner Sesselmeier: RPTU, Institut für Sozialwissenschaften
Aysel Yollu-Tok: HWR Berlin
Charlotte Fechter: HWR Berlin

Chapter 8 in Arbeitsmarkttheorien, 2026, pp 159-178 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Gewerkschaftstheorien sind im frühen 19. Jahrhundert im Kontext von sich wandelnden Industriebeziehungen entstanden. Bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein lag der Schwerpunkt auf der Rolle von Gewerkschaften bei der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Steigerung der Produktivität. In der Nachkriegszeit wurde insbesondere die staatliche Perspektive von Gewerkschaften mit ihrer Wirkung für die Regulierung von Arbeitsmärkten und der Durchsetzung von Arbeitsstandards verstärkt analysiert. Während der ökonomische Mainstream Flexibilisierung der Löhne als zentrales Mittel gegen Arbeitslosigkeit sieht, argumentieren gewerkschaftsorientierte Ansätze, dass Arbeitnehmende unter unsicheren Marktbedingungen konstante Lohnstrukturen bevorzugen. Sie stellen damit die neoklassische Annahme unbegrenzter Lohnflexibilität infrage. Gewerkschaftstheorien gehen davon aus, dass Lohnrigiditäten die Folge unvollständiger Konkurrenz am Arbeitsmarkt sind.

Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-662-73009-6_8

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