Die Theorie der Gleichgewichtsfiguren der Himmelskörper
S. Oppenheim
Chapter 21 in Encyklopädie der Mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen, 1922, pp 1-79 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Die erste Anregung zu theoretischen Untersuchungen über die Gestalt der Himmelskörper, einschließlich der der Erde, gab Newton.1) Die 1672 zuerst von J. Richer gemachte Beobachtung, daß das Pendel einer Uhr, die von Paris nach Cayenne gebracht worden war, da um 1 1/4 Pariser Linien2) verkürzt werden mußte, um seinen normalen Gang zu erhalten, dürfte Newton zu der Anschauung geführt haben, daß die Erde keineswegs eine Kugel sei, sondern wie die beiden großen Planeten, Jupiter3) und Saturn, die im Fernrohre schon bei ganz mäßiger Vergrößerung nicht als kreisförmige Scheiben, sondern in Form von Ellipsen mit deutlich merkbarer Abplattung erscheinen, die Gestalt eines abgeplatteten Rotationsellipsoides besitze. Es lag dann der Gedanke nahe, diese eigentümliche Gestalt der Erde dem Zusammenwirken der zwei auf ihrer Oberfläche wirkenden Kräfte zuzuschreiben, nämlich der Gravitation zwischen ihren einzelnen Teilchen und der durch die Rotation um ihre Achse entstehenden Fliehkraft.
Date: 1922
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DOI: 10.1007/978-3-663-16034-2_1
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