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Familienfreundlichkeitsindex: Deutsche Familienpolitik im europäischen Vergleich, vol 56

Laura-Christin Diekmann and Axel Plünnecke

in IW-Analysen from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute

Abstract: Familienpolitik kann einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung einer Gesellschaft leisten. Doch wie in anderen Politikbereichen ist es auch hier schwer abzuschätzen, ob staatliche Maßnahmen zielführend sind. Der Familienfreundlichkeitsindex vergleicht die Familienpolitiken von 19 europäischen Ländern, um Handlungsempfehlungen für Deutschland abzuleiten. Im indikatorgestützten Ranking erreichen Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark die besten Ergebnisse im Durchschnitt von fünf familienpolitischen Zielen: hohe Geburtenrate, hohe Frauenerwerbstätigkeit, hohes Bildungsniveau der Kinder, geringe Familienarmut und Gleichstellung von Frau und Mann. Die hinteren Plätze belegen Italien, Spanien und Griechenland, wo der Anteil an armutsgefährdeten Familien groß ist, das Ausmaß an Bildungsarmut beträchtlich, die Frauenerwerbstätigkeit gering und die Geburtenrate niedrig. Deutschland erreicht einen Mittelfeldplatz. Seine relativen Stärken liegen in der Bildung und in der Vermeidung von Familienarmut. Die Ergebnisse bei den Zielfeldern sind eng verbunden mit drei familienpolitischen Handlungsfeldern: finanzielle Unterstützung, Infrastruktur und Zeit. Für Deutschland zeigt sich, dass das finanzielle Engagement für Familien im europäischen Vergleich sehr hoch ist. Beim Ausbau der Infrastruktur besteht hingegen der größte Verbesserungsbedarf.

Date: 2009
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Page updated 2025-03-20
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