Ungleichgewichte in der Eurozone: Ursachenanalyse und wirtschaftspolitische Empfehlungen, vol 74
Berthold Busch,
Michael Grömling and
Jürgen Matthes
in IW-Analysen from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute
Abstract:
Eine empirische Bestandsaufnahme der Leistungsbilanzungleichgewichte in der Eurozone fördert eine ganze Reihe von Ursachen zutage. Die Europäische Währungsunion selbst kann für die Leistungsbilanzungleichgewichte nicht verantwortlich gemacht werden. Gleichwohl hat ihre Errichtung zu höheren Kapitalzuflüssen, sinkenden Zinsen und einer steigenden Kreditvergabe in Griechenland, Portugal und Spanien geführt. Dadurch wurden erhebliche Fehlentwicklungen in der jeweiligen nationalen Wirtschaftspolitik begünstigt. Die hier dargestellten Gründe für die divergierenden Leistungsbilanzentwicklungen zeigen, dass Deutschland keine Beggar-thy-neighbour-Politik betrieben, sondern eine Phase beschäftigungsfördernder und stabilitätsorientierter Reformen durchschritten hat. Aus den Ergebnissen der Analyse lässt sich für die makroökonomische Überwachung der Eurozone die Schlussfolgerung ziehen, dass Überschüsse und Defizite nicht symmetrisch angegangen werden dürfen, sondern dass vor allem die Länder mit hohen oder steigenden Leistungsbilanzdefiziten Korrekturmaßnahmen ergreifen müssen.
Date: 2011
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