Arm und Reich in Deutschland: Wo bleibt die Mitte? Definition, Mythen und Fakten, vol 89
Judith Niehues,
Thilo Schaefer and
Christoph Schröder
in IW-Analysen from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute
Abstract:
Als Stabilitätsanker zwischen Arm und Reich nimmt die Einkommensmittelschicht in der politischen Diskussion seit jeher eine besondere Bedeutung ein. Eine einheitliche Definition dieser Gruppe gibt es aber nicht. Anhand von überwiegend bildungs- und erwerbsbezogenen Kriterien wird deshalb zunächst eine soziokulturelle Mitte abgegrenzt. Betrachtet man deren Einkommensverteilung, lässt sich eine Einkommensmitte im engeren Sinn ausmachen, zu der rund die Hälfte der Bevölkerung zählt. Zwar ist der Umfang der so definierten Einkommensmittelschicht um die Jahrtausendwende leicht geschrumpft. Aktuell liegt der Anteil der Einkommensmittelschicht aber auf einem vergleichbaren Niveau wie zu Zeiten der Wiedervereinigung. Nicht nur in den letzten Jahren, sondern auch langfristig erweist sich die Einkommensmitte somit als sehr stabil. Die Einkommensreichen verfügen durch-schnittlich über die höchsten Vermögen. Aber auch im mittleren Einkommensbereich gibt es sehr vermögende Haushalte: Jeder fünfte Vermögensmillionär gehört in die Einkommensmitte im engeren Sinn. Diese leistet auch einen maßgeblichen Beitrag zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben – sie wird aber nicht unverhältnismäßig stark belastet. Das Gros der Lasten schultern die einkommensstarke Mitte und die Einkommensreichen.
Date: 2013
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