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Studie zu Geschäftsmodellinnovationen im Mittelstand: Abschlussbericht

Christian Rammer, Torben Schubert and Leon Steines

in ZEW Expertises from ZEW - Leibniz Centre for European Economic Research

Abstract: [Fragestellung und Zielsetzung] In der betriebswirtschaftlich orientierten Literatur zur Rolle von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen wird Geschäftsmodellinnovationen (GMI) eine sehr hohe Bedeutung beigemessen (vgl. Chesbrough 2010, Teece 2010, Massa und Tucci 2013, Latifi et al. 2021). GMI bezeichnen dabei Änderungen im grundlegenden Ansatz, wie Unternehmen Werte schaffen, diese Werte den Nutzern bereitstellen und dabei Gewinne erzielen. In der betriebswirtschaftlichen Diskussion stehen dabei häufig GMI von großen, global agierenden Unternehmen sowie GMI im Zusammenhang mit Digitalisierungsanwendungen im Zentrum. GMI im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen wurden demgegenüber seltener ins Blickfeld genommen. In der Innovationsökonomik, den internationalen Standards zur Messung von Innovationen (Oslo‐Manual, OECD und Eurostat 2018) sowie in der Praxis der staatlichen Innovationsförderung wurde das Konzept der GMI bislang nur vereinzelt aufgegriffen. Dort werden Innovationen in Unternehmen i.d.R. konzeptionell anhand von Produktinnovationen und Prozessinnovationen (inkl. Innovationen im Bereich Marketing‐ und Organisationsmethoden) erfasst. Eine Unterscheidung erfolgt dann nach Art der Innovation (z.B. physisches Produkt oder Dienstleistung, Art der Prozessinnovation). In der Innovationsförderung hat sich darüber hinaus eine Unterscheidung zwischen technischen (d.h. auf FuE basierenden) und nichttechnischen Innovationen erhalten.1 Die vorliegende Studie hat zum Ziel, die Rolle von GMI im Innovationsprozess von Unternehmen zu beleuchten und die Beziehung zwischen GMI einerseits und Produkt‐ und Prozessinnovationen andererseits zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Situation in mittelständischen Unternehmen. Konkret werden folgende Fragestellungen untersucht: * Wie werden GMI in der Literatur definiert, und welche Definition von GMI ist aus einer betriebswirtschaftlichen und innovationsökonomischen Perspektive adäquat, und wie stellt sich eine solche Definition gegenüber der Definition von Innovationen im Oslo‐Manual dar? * Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die Hervorbringung von GMI und wie stellt sich die Beziehung zwischen GMI und neuen Formen der Digitalisierung dar? * Wie verbreitet sind GMI im deutschen Mittelstand in verschiedenen Größenklassen, Branchen und Altersgruppen, und wie unterscheidet sich die Verbreitung von GMI nach grundlegenden Wettbewerbsstrategien der Unternehmen (z.B. FuE‐basierte Strategien)? * Was sind die Bestimmungsfaktoren von GMI in mittelständischen Unternehmen und wie unterscheiden sie sich von den Bestimmungsfaktoren für Produkt‐ und Prozessinnovationen sowie Digitalisierungsaktivitäten? * Wie lässt sich das Konzept der GMI aus einer innovationsökonomischen und innovationsstatistischen Perspektive bewerten?

Date: 2024
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