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Forschungsstand und Literatur zu den volkswirtschaftlichen Folgekosten des Klimawandels in Deutschland – Studie im Rahmen des Projektes Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland

Britta Stöver, Markus Flaute () and Saskia Reuschel ()
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Markus Flaute: GWS - Institute of Economic Structures Research
Saskia Reuschel: GWS - Institute of Economic Structures Research

No 22-1, GWS Research Report Series from GWS - Institute of Economic Structures Research

Abstract: Um die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen und eine Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels zu ermöglichen, bedarf es tiefgreifender Transformationen auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, kultureller, technologischer und institutioneller Ebene. Um die Übergänge praktikabel und tragfähig zu gestalten, werden Instrumente und Modelle zur Entscheidungsunterstützung benötigt, welche die Komplexität und Interdisziplinarität der einzelnen Ebenen zumindest im Ansatz berücksichtigen (Mathias et al. 2020). Zudem werden die nötigen Änderungen eher mitgetragen, wenn die Kosten des Klimawandels quantifiziert und so deutlich vor Augen geführt werden können. Es gibt zahlreiche Methoden und Modelle, um den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Politikmaßnahmen und Wirtschaft darzustellen. Dabei zielen die unterschiedlichen Methoden auf die Beantwortung unterschiedlicher Fragestellungen ab. Die Wahl eines Modells hängt damit auch wesentlich von der Zielstellung der (politischen) Entscheidungsträger ab, d. h. was der Fokus ist und welche Aspekte des Klimawandels genau untersucht werden sollen (Finnveden und Moberg 2005). Diese Veröffentlichung erscheint im Kontext des Projekts „Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland“, welches das Ausmaß vergangener und zukünftiger Kosten des Klimawandels sichtbar machen soll. Der Untersuchungsfokus liegt auf der Wirtschaftsstruktur in Deutschland, d.h. nationale Effekte des Klimawandels auf Sektoren, Wirtschaftszweige, Haushalte, soziale Ungleichheiten etc. Direkte und indirekte mittel- bis kurzfristige Auswirkungen sollen gezeigt und in einen Gesamtzusammenhang gesetzt werden. Dadurch können einige Modellansätze bereits ausgeschlossen werden, auch wenn sie für die Analysen zu Klimawandelfolgen relevant sind und als Grundlage für z.B. Szenario-Einstellungen dienen können. Hier nicht betrachtete Modelle sind unter anderem kleinräumige Modelle mit regionalem Fokus, Bottom-up Modelle, welche z.B. die Arbeitsweise in Industrien oder Stromnetze abbilden, Panel-Regressions-Analysen, Kosten-Nutzen-Rechnungen, der Synthetic Control Ansatz, mit dem z.B. die Langfristfolgen von Extremereignissen berechnet werden können oder Klimamodelle, welche nur biophysikalische Größen und Zusammenhänge ausweisen. Das vorliegende Papier stellt den aktuellen Forschungsstand zu Modelltypen dar, welche die Gesamtwirtschaft und die direkten und indirekten Folgen des Klimawandels auf sektoraler und sozioökonomischer Ebene in Form von Kostengrößen abbilden können. Im nächsten Abschnitt wird erst ein Überblick über relevante Modelltypen gegeben. Anschließend werden die einzelnen Modellarten mit ihren Vor- und Nachteilen genauer vorgestellt und Beispiele für die Anwendung zur Bestimmung der Klimakosten mit deutschem Kontext gegeben. Die Analyse schließt mit einem Fazit, welchem Modelltyp zur Analyse von Klimawandelkosten der Vorzug gegeben werden sollte.

Keywords: Climate change; assessment models; methodology overview (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C53 Q54 (search for similar items in EconPapers)
Pages: 31 pages
Date: 2022
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Page updated 2025-03-30
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