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Die Türkei in der Europäischen Union?

Wolfgang Quaisser ()
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Wolfgang Quaisser: Osteuropa-Institut, Regensburg (Institut for East European Studies)

No 11, Memoranda - Policy Papers from Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (Institute for East and Southeast European Studies)

Abstract: Gehört die Türkei in die Europäische Union? Dies ist eine z.Zt. intensiv und kontrovers diskutierte Frage. Unterschiedliche Argumente prallen aufeinander. Während die Gegner auf die verschiedenartigen kulturellen Traditionen, den Verlust der europäischen Identität und die Überforderung der EU verweisen, betonen die Befürworter die positiven Auswirkungen für die Türkei, die islamische Welt und die Sicherheit Europas.1 All diese grundsätzlichen Fragen – u.a. die der kulturellen Identität und der Zugehörigkeit zu Europa – werden im Folgenden weitgehend ausgeklammert. In der vorliegenden Kurzanalyse wird untersucht, ob die Türkei reif für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen ist und welche Rückwirkungen von einer EU-Mitgliedschaft der Türkei auf die Europäische Union (EU) zu erwarten sind. Projektiert man einen möglichen EU-Beitritt der Türkei auf das Jahr 2013 – d.h. nach dem Ende der nächsten Finanzperiode – dann wäre die Türkei eines der politisch einflussreichsten, wirtschaftlich indes eines der schwächsten Mitgliedsländer. Mit einer Bevölkerung von ca. 79 Mio. käme ihr politischer Einfluss – gemessen an den Parlaments und Ratsstimmen – etwa dem Deutschlands gleich, während ihr Anteil an der Wirtschaftskraft nur ca. 3% der erweiterten Union (EU-28) betrüge (Deutschland 2013 ca. 18%). Das Einkommensniveau gemessen in BIP pro Kopf läge ca. bei 15% und gemessen nach der Kaufkraft bei ca. einem Drittel der jetzigen EU-15. Die Frage nach den Konsequenzen für die Europäische Union ist deshalb – auch vor dem Hintergrund der Osterweiterung – nicht nur legitim, sondern dringend geboten. Die folgende Kurzanalyse stützt sich auf eine längere Studie des Osteuropa-Instituts2.

Pages: 5
Date: 2004-03
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