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Wachstumsprognosen Mittel- und Osteuropas unter dem Einfluss der Finanzmarktkrise

Michael Knogler and Wolfgang Quaisser ()
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Wolfgang Quaisser: Osteuropa-Institut, Regensburg (Institut for East European Studies)

No 38, Memoranda - Policy Papers from Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (Institute for East and Southeast European Studies)

Abstract: In Folge der anhaltenden Finanzkrise haben sich nach Einschätzung maßgeblicher Wirtschaftsinstitute und internationaler Organisationen die globalen Wachstumsperspektiven dramatisch eingetrübt.1 Während die Prognosen für die mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder (MOS-Region) einschließlich der GUS-Staaten zunächst keine unmittelbaren Folgen der Finanzkrise vorhersagten, zeichnet sich nun ab, dass viele dieser Länder vom globalen Wirtschaftsabschwung unter Umständen noch massiver betroffen sind als die großen Industrieländer. Die Korrektur der Projektionen betrifft alle Länder der Region, allerdings werden die einzelnen Staaten und Ländergruppen den Prognosen zufolge von der Finanzkrise und den Wirkungen der glo-balen Rezession unterschiedlich getroffen. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass die Konjunktur bzw. die Exportnachfrage einzelner Länder verschiedenartig stark durch Kapitalströme, Wechselkurse und geldpolitische Konsequenzen beeinträchtigt wird.2 In diesem Kontext spielen länderspezifische Faktoren (u. a. die Intensität binnen- und außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte sowie die Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen) eine wichtige Rolle. Die dramatische Eintrübung der konjunkturellen Aussichten im östlichen Europa spiegelt sich darin wider, dass alle Prognosen den Wachstumseinbruch umso stärker voraussagen, je zeitnäher sie erstellt wurden (siehe Übersicht am Ende dieses Beitrags). Diese auch für andere Regionen zu beobachtende rasche und deutliche Korrektur der Vorhersagen dokumentiert die hohe Unsicherheit, mit der sie in diesen außergewöhnlichen Zeiten behaftet sind. Die letzte der von uns einbezogenen Prognosen von der EBRD (27.1.2009) erwartet für 2009 nun einen massiven Wachstumseinbruch in den neuen EU-Mitgliedstaaten (EU-10). Besonders stark fällt er in den baltischen Staaten aber auch in der Slowakei, Bulgarien und Rumänien aus. Auch für die GUS-Staaten wurden die Projektionen seit Herbst 2008 deutlich nach unten korrigiert. Sie bewegen sich für Russland zwischen -0,7% (IWF) und +1,0% (EBRD). Für die Ukraine wird ein Schrumpfen des BIP in der Größenordnung von 5-6% erwar-tet.

Pages: 8
Date: 2009-03
New Economics Papers: this item is included in nep-ger
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