Schwellenwerte im deutschen Kündigungsschutzrecht Ein Beschäftigungshindernis für kleine Unternehmen?
Derik Burgert
MPRA Paper from University Library of Munich, Germany
Abstract:
Eines der am häufigsten genannten Vorschläge in der Diskussion um die Deregulierung des Arbeitsmarktes ist die Lockerung des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG). Für kleine Unternehmen stellt, so die Hypothese, der Schwellenwert im Kündigungs schutzgesetz ein Einstellungshindernis dar, da sie durch die Einstellung eines weiteren Mitarbeiters und das Überspringen des Wertes in den Geltungsbereich des Gesetzes fielen. Die vorliegende Arbeit unterzieht diese These einer empirischen Überprüfung. Grundlage der Schätzung von Treatment-Effekten stellen Gesetzesänderungen der Jahre 1996 und 1998 dar. Damals wurde der Schwellenwert zunächst von fünf auf zehn Mitarbeiter erhöht, um zwei Jahre später wieder gesenkt zu werden. Der Schätzansatz ist ein Regression Discontinuity Design. Lokale Treatment-Effekte können dann nicht-parametrisch geschätzt werden. Die Datenbasis bildet das IAB-Betriebspanel mit seinen Wellen 1996 bis 2003. Für die erste Lockerung des KSchG im Jahr 1996 sind keine signifikanten Unterschiede zwischen Kontroll- und Treatmentgruppe zu beobachten. Der erwartete, beschäftigungshemmende Effekt des Schwellenwertes konnte damit nicht nachgewiesen werden. Das Ergebnis bestätigt frühere Arbeiten, die ebenfalls keine starken empirischen Belege für den vermuteten Effekt gefunden haben.
Keywords: Kündigungsschutz; Schwellenwerte -Effektes; RDD; lokale lineare Regression; Deutschland (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J23 K31 M51 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2005-10
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