Die dunkle Seite des Netzwerkmanagements: Von der Kunst, ein funktionierendes Netzwerk zu zerstören
Steffen Roth
EconStor Preprints from ZBW - Leibniz Information Centre for Economics
Abstract:
Positive Vorurteile sind bei weitem nicht die schlechtesten: Netzwerke stehen für unzensierten Informationsfluss, für Synergieeffekte, Partizipation und Identitätsstiftung. Mit Gedanken an Netzwerke verbindet sich die Hoffnung auf überlegene Problemlösestrategien. Netzwerke sind eine effiziente Organisationsform. Nebenbei ist diese gewisse Euphorie auch der kleinste gemeinsame Nenner einer sonst unübersichtlichen Debatte, die eine Entwicklung diskutiert, deren Unausweichlichkeit selbst und gerade deren Kritiker proklamieren1. Netzwerke sind die Gussform des Fortschritts, eben „... die charakteristische Gesellschaftsstruktur des Informationszeitalters“ (Castells 2001b: 43). Sich mit der Zerstörung von Netzwerken auseinander zu setzen, mag da im ersten Ansehen eine Donquichotterie sein: Netzwerke sind selbstorganisierende Einheiten, Servomechanismen, und gerade dieser Eigenregie der Netze (Faßler 2001: 21) verdanken wir neue Maßstäbe im Denken über Flexibilität und Innovation. Die mittlerweile erkannten Nachteile netzförmiger Organisation lassen sich überwiegenden Teils als Steuerungsprobleme beim Jungfernflug behandeln. Grundsätzlich sind Netzwerke hocheffiziente Instrumente. Wir teilen diese Annahme. Gerade dann, wenn wir uns im Folgenden mit deren Zerstörung beschäftigen. Wir sehen Fragen zu diesem Thema auch im sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs angelegt und halten sie für angezeigt und fruchtbar (II). Hinter der Vernachlässigung des Themas im Bereich der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften konnten wir daher Struktur vermuten (III). Im nächsten Schritt erschließen wir uns zwei Definitionen der Zerstörung von Netzwerken (IV). Ausgehend von einem integrativen Netzwerk-Modell präzisieren wir nun unseren Gegenstandsbereich (V), erweitern das klassische Netzwerkverständnis der Transaktionskostentheorie und entwickeln einen eigenen Ansatz (VI). Darauf aufbauend können wir schließlich Strategien der Zerstörung von Netzwerken herausarbeiten (VII) und die Konsequenzen unserer Arbeit diskutieren (VIII).
Keywords: Netzwerk; Zerstörung (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: A14 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2004
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