Automobilzulieferer in der Klemme: vom Spagat zwischen strategischer Ausrichtung und Auslandsorientierung
Steffen Kinkel and
Gunter Lay
No 32, Bulletins "German Manufacturing Survey" from Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research (ISI)
Abstract:
Die Automobilzulieferer stecken in mehrfacher Hinsicht "in der Klemme": Der Preisdruck ihrer Kunden führt zu geringen Renditen, mit denen sie ihre Zukunftssicherung über Forschung und Entwicklung kaum im notwendigen Umfang betreiben können. Diese Situation kollidiert mit den Plänen der Automobilhersteller, Zulieferer verstärkt zu Entwicklungspartnern zu machen. Zum an- deren sind die Automobilzulieferer mehr als andere Unternehmen gefordert, mit ihren Produktionsstätten weltweit in der Nähe ihrer marktbestimmenden Kunden präsent zu sein. Dies hat dazu geführt, dass fast die Hälfte der first tier supplier Auslandsproduktionen aufgebaut hat, vorrangig aus Motiven der Markterschließung oder des following customer. Die second tier supplier reagieren auf den hohen Preisdruck in überdurchschnittlichem Maße durch Produktionsverlagerungen zur Personalkostenreduzierung. Da diese Firmengruppe in besonderem Maße versucht, sich als Qualitätsführer zu positionieren, ist dieses Verhalten möglicherweise nicht unproblematisch. Auch zeigt sich, dass kostenorientierte Verlagerer unter Umständen zu schnell zum Mittel der Auslandsproduktion greifen: Sie schöpfen die Potenziale leistungsfähiger Organisationskonzepte am deutschen Standort deutlich weniger aus als Automobilzulieferer, die einen Auslandsstandort mit dem Motiv der Markterschließung oder des following customer planen.
Date: 2004
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DOI: 10.24406/publica-fhg-292092
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