Sicherheit
Wolf-Fabian Hungerland,
Wolfgang Pflüger,
Julius Funken and
Henning Vöpel
No 22, Strategy 2030 - Wealth and Life in the Next Generation from Hamburg Institute of International Economics (HWWI) and Berenberg
Abstract:
Die Sicherheitsindustrie bleibt ein Wachstumsmarkt. Ob geopolitische Konflikte, internationaler Terrorismus, Gewaltkriminalität oder Cyber-Risiken - es gibt viele akute Gründe, um in Sicherheitsmaßnahmen zu investieren. Allein der internationale Terrorismus verursachte im Jahr 2014 direkte Kosten in Höhe von geschätzt rund 53 Mrd. US-Dollar, so viel wie nie zuvor. Tatsächlich sind die Sicherheitsausgaben zuletzt weiter gestiegen. Dies zeigt sich etwa in den weltweiten Militärausgaben, die sich der Marke von 1,8 Billionen US-Dollar nähern. Unangefochtene Nummer 1 in diesem Segment bleiben die USA, sehr großes Wachstum verzeichnet allerdings China. Wir erwarten keine schnelle Besserung der Sicherheitslage. Risiken sind inzwischen fast schon systemimmanent. Die Globalisierung ist wirtschaftlich eine große Erfolgsgeschichte. Doch es wurde versäumt, parallel einen funktionsfähigen globalen Ordnungsrahmen zu schaffen. Die Welt ist fragil geworden, weil regionale Probleme und Konflikte oft die Tendenz haben, sich zu globalen Krisen auszuweiten. Konjunkturell waren die Folgen der Terroranschläge in der Vergangenheit für das vom Terror betroffene Land überschaubar, auch dank entschlossener Gegenmaßnahmen von Regierungen und Notenbanken. Konjunkturell sind Terroranschläge am besten zu verkraften, wenn es sich um einmalige Anschläge auf große Volkswirtschaften handelt. Bei weniger entwickelten und wirtschaftlich wenig diversifizierten Ländern können Anschlagsserien hingegen erhebliche Auswirkungen haben. Die wirtschaftliche Entwicklung kann spürbar geschädigt werden, vor allem in den besonders stark betroffenen Branchen Tourismus, Transport und Versicherung. Vor allem längerfristig kann Terror den Wohlstand der beteiligten Länder ernsthaft schädigen, wenn etwa staatliche Maßnahmen zur Terrorabwehr den bislang reibungslosen Handel hemmen. Dies trifft insbesondere aufstrebende Volkswirtschaften, die stark von ausländischem Kapital und Importen aus den Industrieländern abhängen. Unsere Prognose für das Wachstum des Sicherheitsmarktes aus dem Jahr 2008 (+7,8 % p. a.) hat sich erfüllt. Wir erwarten, dass sich dieser Wachstumstrend auch künftig fortsetzen wird. Staatliche Ausgabenprogramme dürften weiter aufgestockt werden. Private Sicherheitsdienste, Personen- und Objektschutz werden florieren. Hohes Ausgabenwachstum ist auch beim Kampf gegen Cyber-Kriminalität praktisch sicher. Für Kapitalanleger ergeben sich im Sicherheitsbereich interessante Anlagemöglichkeiten. Neben einer Vielzahl von Einzeltiteln gibt es mittlerweile auch eine Reihe von Fondsprodukten bzw. Indexzertifikaten. Diese haben seit 2008 zum Teil deutlich besser abgeschnitten als Aktienindizes wie der DAX oder der EURO STOXX 50.
Date: 2016
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