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Einflussfaktoren auf Gewinn und Rentabilität landwirtschaftlicher Großbetriebe im Gebiet Omsk, Russland

Eberhard Schulze, Peter Tillack and Oleg Patlassov

No 39, IAMO Discussion Papers from Leibniz Institute of Agricultural Development in Transition Economies (IAMO)

Abstract: Im Diskussion Paper 39 werden Ergebnisse einer Analyse zur Ermittlung von Einflussfaktoren auf Gewinn und Rentabilität russischer Großbetriebe im Oblast Omsk dargestellt. Anhand des für diese Betrieb üblichen Jahresabschlussberichtes wird gezeigt, dass in Russland die fünf Gewinnkennzahlen Bruttogewinn, Gewinn aus Absatz, Gewinn vor Steuern, Gewinn aus gewöhnlicher Tätigkeit und Reingewinn unterschieden werden. Bruttogewinn und Gewinn aus Absatz sind bei allen untersuchten Betrieben gleich. Es wird deshalb in diesem Beitrag nur von Bruttogewinn bzw. Bruttogewinnrentabilität gesprochen. Im Jahr 2000 betrugen für die analysierten Betriebe die Bruttogewinnrentabilität durchschnittlich 2,0%, die Rentabilität auf der Basis Gewinn vor Steuern 6,4%; die Rentabilität auf der Basis Gewinn aus gewöhnlicher Tätigkeit -9,8% und die Reingewinnrentabilität -16,0%. Die Verminderung des Gewinns aus gewöhnlicher Tätigkeit gegenüber dem Gewinn vor Steuern wird durch die Steuern und vergleichbare Abgaben verursacht, die wesentlich höher als die den Betrieben gewährten staatlichen Subventionen sind. Die sehr niedrige Rentabilitätsrate von -16,0% auf Basis Reingewinn ist darüber hinaus durch außergewöhnliche Ausgaben bedingt, die im vorliegenden Fall vor allem durch Heuschrecken verursacht worden sind. Würden allerdings für die Großbetriebe keine Kosten für die Unterstützung der Hauswirtschaften auftreten und der Staat die Kosten für die soziale Infrastruktur des Dorfes übernehmen, wofür er laut Gesetz zuständig ist, würden alle vier Gewinnkennzahlen positiv sein: 26,4%; 31,8%; 11,8%; 4,1%. Die Regressionsanalysen zeigen, dass von den materiellen Faktoren vor allem der Kraftstoffverbrauch, die Anzahl der Milchkühe und die Milchleistung je Kuh und Jahr einen positiven Einfluss auf die Gewinn- und Rentabilitätskennzahlen haben, während die Anzahl der Traktoren und beim Reingewinn auch die Anzahl der ständig Beschäftigten negativ wirken. Bei den Regressionsanalysen auf der Grundlage finanzieller Faktoren haben Erlöse und Kosten, wie zu erwarten, einen signifikanten positiven bzw. negativen Einfluss, nachzuweisen ist jedoch ebenfalls der positive Einfluss der Subventionen und der negative der Steuern und außergewöhnlichen Ausgaben. Werden die Kosten detaillierter berücksichtigt, ist festzustellen, dass der Materialeinsatz positiv, Amortisationen und Bezahlung der Arbeit negativ wirken. Vor allem die gerechneten Faktor- und Clusteranalysen zeigen, dass mit steigenden Grünland- und Waldflächen der Gewinn sinkt.

Keywords: Landwirtschaftliche Großbetriebe; Rentabilität; Schulden; Large-scale Farms; profitability; debts (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: Q13 Q47 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2002
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Page updated 2019-10-24
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