Lebensphasen sind für die Erwerbsbeteiligung von Frauen weiterhin entscheidend - aber nicht überall: Ein Blick über den deutschen Tellerrand: der IAQ-Arbeitszeitmonitor 2026
Angelika Kümmerling
No 2026-10, IAQ-Report from University of Duisburg-Essen, Institute for Work, Skills and Training (IAQ)
Abstract:
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit abhängig Beschäftigter ist seit 2012 leicht gesunken und liegt 2024 bei 34,6 Stunden; gegenüber 2023 blieb sie stabil. Langfristig sinkt die Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten, während sie bei Teilzeitkräften kontinuierlich steigt. Gegenüber 2023 entwickeln sich die Arbeitszeiten von Männern und Frauen unterschiedlich: Die durchschnittliche Arbeitszeit der Männer verringerte sich, die der Frauen stieg leicht. Dadurch sank der GenderTime-Gap (GTG) weiter und beträgt im Jahr 2024 7,1 Stunden. Im EU-27-Vergleich liegt Deutschland bei den Arbeitszeiten von Frauen auf dem zweitletzten Platz, bei der Erwerbstätigenquote jedoch auf Rang fünf. Auch das hiesige von Frauen geleistete Arbeitsvolumen pro Kopf ist im EU-Vergleich unterdurchschnittlich. In Deutschland ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen weiterhin durch deren jeweilige Lebensphase geprägt. Länder wie Schweden oder Litauen zeigen hingegen, dass Lebensphasen keinen oder nur einen vorübergehenden, reversiblen Einfluss auf das Arbeitsvolumen pro Kopf von Frauen haben können.
Date: 2026
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DOI: 10.17185/duepublico/88067
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