Beschäftigung, Auftragslage und Perspektiven im deutschen Schiffbau. Ergebnisse der Befragung der Betriebsräte im September 2005
Jochen Tholen and
Thorsten Ludwig
No 9/2005, IAW-Forschungsberichte from Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW), Universität Bremen und Arbeitnehmerkammer Bremen
Abstract:
Der vielzitierte Auftragsboom der deutschen Werften hat sich auch im Berichtszeitraum der diesjährigen Schiffbauumfrage (September 2004 bis August 2005) fortgesetzt. Motor dieses Booms sind die Auftrageingänge bei den Containerschiffen. Hier konnten die deutschen Werften einen Zuwachs (gemessen an der Zahl der Schiffe) an Neubauaufträgen von knapp 60% gegenüber dem vorigen Berichtszeitraum erzielen. Auch im Segment der Kreuzfahrt- und Passagierschiffe sowie bei Tankern und Trockenfrachtern konnten gegenüber dem Vorjahr Steigerungen bei den Auftragseingängen verzeichnet werden. Bei den Beschäftigungszahlen muss jedoch trotz des Booms ein Rückgang um 3,1% festgestellt werden. Im September 2005 arbeiteten auf den 40 deutschen Seeschiffswerften insgesamt 18.980 Menschen, das sind 602 Menschen weniger als noch ein Jahr zuvor. Auf den ostdeutschen Werften (mit 1,9%) fällt der Arbeitsplatzabbau weniger drastisch aus als in Westdeutschland (3,5%), da die Werften in Mecklenburg-Vorpommer überwiegend im Containersegment aktiv sind, dessen Boom zur Stabilisierung bzw. zur nur geringfügigen Reduzierung der Beschäftigung beitrug. Die in Westdeutschland deutlich stärkere Reduzierung ist vor allem auf den im Rahmen der Restrukturierung bei Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) vollzogenen Stellenabbau zurückzuführen. Auf den zur Werftengruppe gehörenden Werften wurden seit September 2004 beinahe 600 Arbeitsplätze gestrichen. Drei Viertel der gesamten Werftbeschäftigung konzentrieren sich auf sieben Werftgruppen mit insgesamt 18 Werften. Allein TKMS hat einen Anteil von fast 32% an der Gesamtbeschäftigung. [...]
Date: 2005
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