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Weltkonjunktur im Frühjahr 2011

Jens Boysen-Hogrefe, Klaus Gern, Nils Jannsen, Björn van Roye, Joachim Scheide and Dominik Groll

No 488/489, Kiel Discussion Papers from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)

Abstract: [Weltkonjunktur bleibt vorerst kräftig] Der Aufschwung der Weltwirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten wieder beschleunigt. Allerdings lässt eine Reihe von Faktoren erwarten, dass die weltwirtschaftliche Dynamik im Verlauf dieses Jahres wieder an Schwung verliert. In den Schwellenländern ergeben sich aus der kräftigen Konjunktur Stabilitätsgefahren, denen die Regierungen mit restriktiven Maßnahmen entgegentreten. In den fortgeschritten Volkswirtschaften wirken Konsolidierungsmaßnahmen der Finanzpolitik dämpfend; zum Teil wird auch der Expansionsgrad der Geldpolitik verringert. Kurzfristig dürfte der Anstieg der Ölpreise die weltwirtschaftliche Expansion merklich bremsen. Alles in allem rechnen wir mit einem Anstieg der Weltproduktion im laufenden Jahr von 4,3 Prozent; dies bedeutet eine deutliche Aufwärtsrevision gegenüber unserer Prognose vom Dezember (3,6 Prozent). Für 2012 haben wir hingegen unsere Erwartungen leicht auf 3,9 Prozent reduziert. - [Konjunktur im Euroraum kommt nur schwer in Fahrt] Die Produktionslücke im Euroraum hat sich im abgelaufenen Jahr nur geringfügig verringert. Die gesamtwirtschaftliche Produktion ist lediglich um 1,7 Prozent gestiegen, im Euroraum ohne Deutschland sogar nur um 1 Prozent. Stimmungsindikatoren deuten daraufhin, dass es zwar zu Beginn des laufenden Jahres eine leichte Beschleunigung gibt. Doch bleiben viele dämpfende Faktoren, insbesondere die angespannte Situation der öffentlichen Haushalte in Folge der Finanzkrise, bestehen, so dass wir auch für das Jahr 2011 wie für das Jahr 2012 nicht mit einem starken Aufschwung, sondern nur mit einem moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts rechnen (1,7 Prozent bzw. 1,5 Prozent). Die durch den Ölpreisanstieg zu Beginn des laufenden Jahres induzierte Beschleunigung des Preisniveaus dürfte die jahresdurchschnittliche Inflationsrate über die Marke von 2 Prozent bringen und dabei den privaten Konsum unter Druck setzen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Preise für Energieträger im Verlauf wieder zurückbilden und die Inflation im kommenden Jahr auch durch Basiseffekte infolge vorheriger Verbrauchsteuererhöhungen wieder merklich sinkt.

Date: 2010
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