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Deutsche Konjunktur im Herbst 2011

Jens Boysen-Hogrefe (), Dominik Groll (), Nils Jannsen, Stefan Kooths, Björn Van Roye, Joachim Scheide, Klaus Gern, Marcus Kappler and Andreas Sachs ()

No 496/497, Kiel Discussion Papers from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)

Abstract: [Deutsche Wirtschaft am Rande einer Rezession] Die Konjunktur in Deutschland befindet sich am Beginn einer Schwächephase. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät, für die Prognose ist allerdings unterstellt, dass eine solche Verschärfung nicht eintritt. Wir halten es dennoch für wahrscheinlich, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion vorübergehend leicht sinkt. Maßgeblich hierfür wird vor dem Hintergrund der Konjunkturschwäche bei den Handelspartnern der Außenhandel sein. Daneben werden die Unternehmensinvestitionen deutlich langsamer steigen als zuvor. Der private Konsum dürfte indes stützend wirken. Alles in allem ergibt sich aufgrund der starken Entwicklung zu Beginn des Jahres immer noch ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,8 Prozent. Im Verlauf des nächsten Jahres dürfte die Konjunktur allmählich wieder Tritt fassen, im Jahresdurchschnitt beträgt der Zuwachs jedoch nur 0,8 Prozent. Der Arbeitsmarkt wird trotz der konjunkturellen Schwächephase weiterhin robust bleiben, so dass die Beschäftigung bis ins kommende Jahr hinein steigen dürfte. - [Mittelfristprojektion für Deutschland: Mäßiges Potentialwachstum und Hochkonjunktur im Wartestand] Jeweils im Frühjahr und Herbst erstellt das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Projektion des Produktionspotentials sowie der mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Für die Potentialschätzung werden die Ergebnisse der kürzlich vorgenommenen großen Revision des Statistischen Bundesamtes berücksichtigt. Dabei zeigt sich, dass die überarbeitete statistische Basis kaum Anlass zu einer Neueinschätzung der Produktionsmöglichkeiten gibt. Anschließend werden detaillierte aktuelle Ergebnisse der Potentialschätzung für Deutschland sowie der darauf aufbauenden mittelfristigen Vorausschau bis zum Jahr 2016 vorgestellt, wobei die jüngste Kurzfristprognose des IfW für dieses und das kommende Jahr vollständig integriert ist (Boysen-Hogrefe et al. 2011).

Date: 2011
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