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Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2012

Jens Boysen-Hogrefe (), Dominik Groll (), Nils Jannsen, Stefan Kooths, Björn Van Roye, Joachim Scheide, Klaus Gern, Marcus Kappler and Andreas Sachs ()

No 504/505, Kiel Discussion Papers from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)

Abstract: [Deutschland: Konjunkturflaute wird überwunden] Die Konjunktur in Deutschland wird im Laufe dieses Jahres spürbar anziehen und damit die Schwächephase der vergangenen Herbst- und Wintermonate überwinden. Bereits im zweiten Halbjahr dürfte die Produktion wieder schneller zunehmen als die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wachsen. Diese Entwicklung wird auch im nächsten Jahr Bestand haben, so dass sich die Auslastung der Produktionsmöglichkeiten erhöht. Die leichte Unterauslastung im Durchschnitt des laufenden Jahres dürfte im nächsten Jahr durch den Eintritt in die Hochkonjunktur abgelöst werden. Getragen wird die Expansion durch die Binnennachfrage, während vom Außenhandel leicht dämpfende Effekte ausgehen. Insbesondere wird die Investitionstätigkeit kräftig anziehen. Zum einen dürfte sich der Attentismus, der insbesondere durch die zwischenzeitliche Verunsicherung über den Fortgang der europäischen Staatsschuldenkrise eingetreten war, allmählich auflösen, und zum anderen befeuert das für Deutschland extrem niedrige Zinsniveau die Nachfrage, was sich vor allem in einer weiterhin sehr lebhaften Wohnungsbautätigkeit auswirken wird. Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürfte sich fortsetzen. Indessen werden die binnenwirtschaftlichen Preisauftriebskräfte stärker. - [Mittelfristprojektion für Deutschland: Schwaches Potentialwachstum, aber kräftige Expansion] Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Waren und Dienstleistungen in einem Maße produziert, das in etwa dem Produktionspotential entsprach. Die enorme gesamtwirtschaftliche Unterauslastung, die im Jahr 2009 entstand, ist nun nach zwei Jahren kräftiger Expansion weitgehend abgebaut. Während die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr noch leicht unter ihren Produktionsmöglichkeiten bleiben dürfte, ist für das kommende Jahr - getragen von einer kräftigen heimischen Nachfrage - der Eintritt in eine mehrjährige Hochkonjunkturphase zu erwarten. Dies geht aus den aktuellen Schätzungen zum deutschen Produktionspotential und zur mittelfristigen Entwicklung hervor, die das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zweimal im Jahr durchführt. Wie üblich ist in diese Projektion die Kurzfristprognose des IfW (Boysen-Hogrefe et al. 2012) vollständig integriert.

Date: 2012
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