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Deutsche Konjunktur im Winter 2017 - Deutsche Wirtschaft in voller Fahrt

Martin Ademmer, Jens Boysen-Hogrefe (), Salomon Fiedler, Dominik Groll (), Nils Jannsen, Stefan Kooths, Galina Potjagailo and Ulrich Stolzenburg

No 38, Kieler Konjunkturberichte from Kiel Institute for the World Economy (IfW)

Abstract: Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf. Im laufenden Jahr hat sich die konjunkturelle Dynamik noch einmal beschleunigt, und die Frühindikatoren sprechen dafür, dass die rasche Gangart auch im kommenden Jahr beibehalten wird. Wir erhöhen unsere Prognose für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent (2017) bzw. 2,5 Prozent (2018). Bei bereits deutlich über normal ausgelasteten Kapazitäten nähert sich die deutsche Wirtschaft damit in großen Schritten der Hochkonjunktur. Anspannungen zeigen sich zunehmend am Arbeitsmarkt. In der Folge dürften sich die Einkommenszuwächse der privaten Haushalte mehr und mehr aus Lohnerhöhungen speisen, während sich der Beschäftigungsaufbau allmählich etwas verlangsamen dürfte. Die Inflation bleibt in der Tendenz aufwärts gerichtet und dürfte im Jahr 2019 bei 2 Prozent liegen. Der Aufschwung steht auf einem breiten Fundament. Die privaten Konsumausgaben werden aufgrund der hohen Einkommenszuwächse wohl weiter lebhaft expandieren. Der Bau-Boom wird sich angesichts der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen fortsetzen, auch wenn Kapazitätsengpässe zu zunehmend steigenden Baupreisen führen werden. Die Exporte dürften durch den kräftigen Aufschwung der Weltwirtschaft weiter stimuliert werden. Schließlich mehren sich die Zeichen, dass die Unternehmen ihren Investitionsattentismus überwinden und die Unternehmensinvestitionen in Anbetracht der hohen Kapazitätsauslastung und der hervorragenden Geschäftsaussichten zu einem weiteren Standbein des Aufschwungs werden. Die konjunkturbedingt sprudelnden Steuereinnahmen führen zu hohen Budgetüberschüssen von rund 1,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Da die kräftigen Einnahmesteigerungen jedoch nur ein temporäres Phänomen sind und aufgrund des demografischen Wandels erhebliche haushaltspolitische Belastungen vor der Tür stehen, sind die Spielräume für zusätzliche Ausgaben eng begrenzt.

Keywords: Konjunkturprognose; Stabilisierungspolitik; Frühindikatoren; Ausblick (search for similar items in EconPapers)
Date: 2017
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