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Deutsche Konjunktur im Sommer 2015 - Deutsche Konjunktur: Expansionstempo bleibt hoch

German Economy Summer 2015 - German economy: Expansion rate remains high

Jens Boysen-Hogrefe (), Salomon Fiedler, Dominik Groll (), Nils Jannsen, Stefan Kooths and Galina Potjagailo

No 8, Kieler Konjunkturberichte from Kiel Institute for the World Economy (IfW)

Abstract: Die Konjunktur in Deutschland ist weiter aufwärtsgerichtet. Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte sich das Expansionstempo auf 2,1 Prozent beschleunigen. Der private Konsum boomt weiterhin, auch wenn er nicht mehr ganz so rasch zulegen wird wie in den vergangenen Quartalen, da temporär stimulierende Faktoren allmählich entfallen. Der Investitionsaufschwung festigt sich zusehends und wird im kommenden Jahr, auch vor dem Hintergrund der anhaltend günstigen monetären Rahmenbedingungen, voraussichtlich sogar zur wichtigsten Triebkraft der Konjunktur werden. Die Ausfuhren behaupten sich in einem nach wie vor iternational schwierigen Umfeld und werden durch die Abwertung des Euro zusätzlich stimuliert. Gleichzeitig dürften die Einfuhren aufgrund der hohen konjunkturellen Dynamik in Deutschland in deutlich beschleunigtem Tempo zulegen. Die Inflation zieht wieder an, nachdem sie zwischenzeitlich durch den Ölpreisverfall spürbar gedämpft worden war, und wird im kommenden Jahr wohl bei knapp 2 Prozent liegen. Die Beschäftigung bleibt weiter aufwärts gerichtet, wenngleich es erste Anzeichen dafür gibt, dass die Einführung des Mindestlohns bereits zu Arbeitsplatzverlusten geführt hat. Die öffentlichen Haushalte erzielen weiterhin Überschüsse; dies ist allerdings vor allem Ausdruck der günstigen Konjunktur und nicht besonderer Konsolidierungsanstrengungen. Insgesamt besteht die Gefahr, dass die Wirtschaftspolitik die gute Konjunktur als Ruhekissen auffasst. Die Risiken, die sich (vor allem aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld) für die Prognose ergeben, sind nach wie vor beträchtlich. Allerdings sind die konjunkturellen Abwärtsrisiken, die sich aus einer weiteren Verschärfung der Krise um Griechenland ergeben würden, wohl deutlich geringer als noch vor einigen Jahren.

Keywords: Konjunkturprognose; Stabilisierungspolitik; Frühindikatoren; Ausblick (search for similar items in EconPapers)
Date: 2015
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