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Konzept zur standortangepassten Honorierung der F.R.A.N.Z.-Maßnahmen in den F.R.A.N.Z.-Regionen: Entwicklung eines Regionalmodells zur Honorierung von Agrarumweltmaßnahmen

Norbert Röder and Christine Krämer

No 288, Thünen Working Papers from Johann Heinrich von Thünen Institute, Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries

Abstract: Im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projekts ("Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft") wurde eine Studie durchgeführt, um die Effizienz der Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen in Deutschland zu steigern. Hintergrund der Studie ist, dass Agrarumweltmaßnahmen bisher selten in Regionen mit intensiver Landwirtschaft umgesetzt wurden. Durch eine stärkere Regionalisierung der Prämien können tendenziell mehr Flächen in Regionen mit intensiver Landwirtschaft erreicht werden, ohne das Budget zu erhöhen. Für die Analyse wurden die Unterschiede der Deckungsbeiträge je Hektar auf Gemeindeebene für das Jahr 2020 auf Basis frei verfügbarer Daten ermittelt. Hierzu wurde ein bestehendes Modell weiterentwickelt. Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede in den Deckungsbeiträgen. Insbesondere für verschiedene Agrar- umweltmaßnahmen im Ackerbau wie Blühstreifen, Extensivgetreide und Feldvogelinseln wurden die damit verbundenen Kosten in Abhängigkeit von der intendierten Inanspruchnahme und den angesetzten Lohnkosten berechnet. Es zeigt sich, dass die Teilnahmekosten maßgeblich von den Opportunitätskosten der verdrängten Kulturen beeinflusst werden. Dies erklärt, warum die Kosten für die einzelnen Maßnahmen meist ein sehr ähnliches räumliches Muster aufweisen. Der verwendete Ansatz eignet sich, um die Kosten einer Teilnahme an einer Vielzahl von Agrarumweltmaßnahmen räumlich differenziert abzuschätzen. Wie erwartet, variieren die Kosten von Agrarumweltmaßnahmen stark zwischen den Regionen und hängen maßgeblich von der Intensität der landwirtschaftlichen Produktion ab. Eine regionale Prämiendifferenzierung kann die Effizienz des Mitteleinsatzes für Agrarumweltmaßnahmen verbessern. Mit Hilfe von Verwaltungsdaten (z. B. Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS)) wäre eine noch differenziertere Betrachtung möglich.

Keywords: Agrarumweltmaßnahmen; regionale Prämiendifferenzierung; Biodiversität; gemeinsame Agrarpolitik; agri-environmental measures; regionally differentiated payment rates; biodiversity; commonagricultural policy (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: Q18 Q24 Q57 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.3220/253-2026-111

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Page updated 2026-05-27
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