Fritz Helmedags saldenmechanisches Modell: Eine kommentierte Rekonstruktion der aktuellen Version
Georg Quaas
No 176, Working Papers from University of Leipzig, Faculty of Economics and Management Science
Abstract:
Der vorliegende Beitrag analysiert Helmedags neuste Version des Saldenmechanischen Modells (SM), mit dessen Hilfe eine angeblich langfristig bestehende, relative Konstanz der Lohnstückkosten erklärt werden soll. Die realen Lohnstückkosten steigen jedoch in der Bundesrepublik Deutschland spätestens seit 1970 kontinuierlich an, mit kurzfristigen Dellen 1996-1997, 2003-2007 und 2009-2010. Jene relative Konstanz kann nur behauptet werden, wenn die Lohnstückkosten anhand der nominalen Entwicklungen berechnet werden. Dem entspricht, dass innerhalb des Modells keine Möglichkeit besteht, zwischen Real- und Nominalgrößen zu unterscheiden. Trotzdem wird der Versuch unternommen, die relative Machtlosigkeit einer Zentralbank gegenüber der Inflation nachzuweisen. Neben einigen Vereinfachungen weist das Modell die gleichen Mängel wie frühere Versionen auf: Rein theoretisch postulierte, analytisch wahre Aussagen werden als empirische Kausalbeziehungen interpretiert, um daraus Empfehlungen für die Politik abzuleiten. Hinzu kommt, dass wesentliche Annahmen, die dem SM zugrunde liegen, nicht berichtet werden.
Keywords: Saldenmechanik; Geldpolitik; Fiskalpolitik; Modellbau (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: B59 E12 E58 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2022
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