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Der Markt macht's: Hohe Benzinpreise sind kein Grund für politischen Aktionismus

Manuel Frondel, Christoph Schmidt and Maximiliane Sievert

No 50, RWI Positionen from RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Abstract: Die Benzinpreise in Deutschland sind so hoch wie nie. Während sich Verbraucher und die im Wahlkampf engagierte Politik mit Vorschlägen zu staatlichen Interventionen überschlagen, scheinen diese bei nüchterner Betrachtung jedoch nicht gerechtfertigt. So besitzt die deutsche Politik zum einen lediglich sehr begrenzte Möglichkeiten, die Preisbildung auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten zu beeinflussen, und zum anderen blieben die realwirtschaft lichen Effekte bislang vergleichsweise gering. Erstens liegen die heutigen Öl- und Benzinpreise real betrachtet noch immer auf etwa vergleichbarem Niveau wie zu den Höchstständen Anfang der achtziger Jahre. Zweitens liegen die Ursachen des Preisanstiegs im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Weltweit steigende Nachfrage sowie eine Verknappung des Angebots aufgrund wachsender Spannungen im Mittleren Osten treiben die Preise. Gleichzeitig ermöglichen die hohen Preise sowie technischer Fortschritt aber auch die Förderung bisher nicht wirtschaftlich nutzbarer Reserven. Diese Angebotsausweitung wird langfristig die Preise wieder senken. Drittens bestimmt über die wirtschaftlichen Konsequenzen eines Ölpreisanstiegs auch die Abhängigkeit von diesem Rohstoff. Diese ist sowohl in der Produktion als auch für Autofahrer wegen des geringeren Durchschnittsverbrauchs heutzutage deutlich schwächer als in vergangenen Jahrzehnten. Hohe Ölpreise werden auch hier weiterhin Anreize für Effizienzgewinne setzen.

Date: 2012
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Page updated 2025-03-22
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