Die destabilisierende Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in afrikanischen Konflikten
Gerrit Kurtz,
Wolfram Lacher and
Stephan Roll
No 22/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zählen inzwischen zu den aggressivsten externen Akteuren in afrikanischen Konflikten, besonders in Äthiopien, Libyen, Sudan und Somalia. Beharrlich leugnet die Führung in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi ihre Unterstützung für bewaffnete Akteure, führte sie aber sogar während des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen Iran fort - trotz dessen gravierender Auswirkungen auf das eigene Land. Diese Unterstützung erschwert eine konstruktive Konfliktbearbeitung und verschärft humanitäre Krisen und regionale Instabilität. Sie untergräbt Europas Interesse an stabilen Handelswegen, Fluchtursachenbekämpfung und regionaler Integration. Daher sollte Deutschland das estabilisierende Vorgehen der VAE wesentlich stärker in den bilateralen Beziehungen gewichten, deutlicher kritisieren und gemeinsam mit seinen europäischen Partnern Sanktionen prüfen. Der Kontext des Irankriegs sowie Spannungen zwischen den VAE und Saudi-Arabien bieten Chancen, einen Politikwechsel in Abu Dhabi zu bewirken.
Keywords: Vereinigte Arabische Emirate; VAE; Afrika; Konflikte; Äthiopien; Libyen; Sudan; Somalia; Destabilisierung; Interventionsimus; Rapid Support Forces; RSF; Sudanese Armed Forces; SAF; Libyan Arab Armed Forces; LAAF; Khalifa Haftar; Puntland Maritime Police Force; PMPF (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A22v02
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