Cybersicherheit braucht sichere Software: Wie die Politik Softwarehersteller in die Pflicht nehmen kann und weshalb sie es sollte
Alexandra Paulus
No 27/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Cybersicherheitsvorfälle verursachen Schäden - etwa, wenn gegnerische Staaten kritische Infrastrukturen lahmlegen oder sensible Daten erbeuten. Viele solcher Vorfälle sind nur deshalb möglich, weil zahlreiche Softwareprodukte bekannte Schwachstellen haben. Softwarehersteller könnten diese schließen, haben jedoch kaum Anreize, in die Sicherheit ihrer Produkte zu investieren. Mit Cybersicherheitspolitik und Schutzmaßnahmen werden bisher vor allem die Symptome unsicherer Software bekämpft, nicht aber die Grundursache, nämlich deren Unsicherheit. Daher besteht politischer Regelungsbedarf - konkret in den Bereichen des Produktsicherheitsrechts, der Produkthaftungsregelungen und der Cybersicherheitsanforderungen für die Anbieter von Software-Dienstleistungen. Die EU hat bereits erste Vorschriften erlassen, allerdings bestehen Regelungslücken und Zweifel an der konsequenten Durchsetzung. Daher sollte sich die Bundesregierung jetzt für eine umfassende europäische Produkthaftungsregelung für Software einsetzen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollte Unternehmen, die gegen bestehende Regeln verstoßen, konsequent mit Bußgeldern belegen.
Keywords: Cybersicherheitspolitik; Produktsicherheit; Produkthaftung; Produkthaftungsrichtlinie; NIS-2-Richtlinie; Produkthaftungsgesetz; Schwachstellen; Open Source; OSS; kritische Infrastruktur; CrowdStrike; Mythos Preview; On-Premises; Software as a Service; SaaS; Cyberresilienz-Verordnung; Cyber Resilience Act; CRA; Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik; BSI; Speichersicherheit (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A27
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