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Türkische Außenpolitik nach dem Nato-Gipfel in Ankara: Kein Zurück zur "Westorientierung", aber Grenzen der "strategischen Autonomie"

Yaşar Aydın

No 39/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: Der Nato-Gipfel vom 7. und 8. Juli 2026 in Ankara bescherte Präsident Recep Tayyip Erdoægan einen persönlichen Prestigegewinn und der Türkei eine symbolische Aufwertung ihrer Stellung in der Nato sowie als Sicherheitspartner für USA und EU. Doch die konkreten Ergebnisse waren bescheiden. Die von der türkischen Regierung wahrgenommenen sicherheitspolitischen Bedrohungen sowie das Interesse, die internationale Vernetzung voranzutreiben und die Exportchancen der expandierenden Rüstungsindustrie des Landes auszubauen, erfordern engere Kooperation mit den USA und der EU. Dadurch stößt das Leitbild der "nationalen strategischen Autonomie", das Ankara gegenüber Washington wie Brüssel verfolgt, an seine Grenzen. Die beim Gipfel in der türkischen Hauptstadt demonstrierte Nähe zum US-Präsidenten Donald Trump könnte sich als Hindernis für das Ziel der türkischen Führung erweisen, die Türkei als europäische Mittelmacht stärker in die europäische Sicherheitsarchitektur einzubinden. Umgekehrt könnte eine Annäherung an die EU das Verhältnis zu Trump belasten. Trotz solcher Dilemmata bleibt eine strategische Rückkehr zur "klassischen Westorientierung" ausgeschlossen.

Keywords: Strategische Autonomie; türkische Außenpolitik; Nato-Gipfel 2026; Westorientierung; strategische Autonomie; Erdoægan; Trump; Türkei; USA; EU; Deutschland; Geopolitik; Rüstungskooperation; Nato-Forum für Verteidigung; Countering America's Adversaries Through Sanctions Act; CAATSA; Montreux-Übereinkommen (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A39

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Page updated 2026-08-28
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