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Der Jemen vor dem Staatszerfall? Bürgerkrieg und Separatismus sind bedrohlicher als al-Qaida

Guido Steinberg

No 6/2010, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: Am ersten Weihnachtstag 2009 wurde das Attentat eines jungen Nigerianers auf ein Passagierflugzeug in Detroit nur knapp vereitelt. In der Folge geriet der Jemen in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Die jemenitische al-Qaida hatte Umar Farouk Abdulmutallab ausgebildet, mit Sprengstoff ausgestattet und ihn beauftragt, die Maschine über US-Territorium zum Absturz zu bringen. Darauf kündigten die USA an, die gemeinsame Terrorismusbekämpfung mit der jemenitischen Regierung auszuweiten und die finanzielle Hilfe aufzustocken. Doch Washington verkennt, dass der Jemen größere Probleme hat als den islamistischen Terrorismus. Wichtigster Konflikt ist der seit 2004 schwelende Bürgerkrieg im Norden. Hinzu kommen Unabhängigkeitsbestrebungen im ehemaligen Südjemen. Al-Qaida nutzt diese Schwäche des jemenitischen Staates aus. Die Politik der USA und der Europäer sollte in erster Linie darauf hinwirken, diese Konflikte zu beenden und politische Reformen in die Wege zu leiten, ohne die Terrorismusbekämpfung zu vernachlässigen. Nur politische Schritte können die Regierung in Sanaa langfristig stabilisieren

Date: 2010
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