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China und Japan: Kooperation und Rivalität

Hanns Günther Hilpert and Gudrun Wacker

No S 16/2004, SWP-Studien from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: China und Japan sind wirtschaftlich und politisch die wichtigsten Staaten in Ostasien. Ihre Entwicklung verläuft seit den 90er Jahren geradezu spiegelbildlich: Der wirtschaftliche und der damit verbundene politische Aufstieg Chinas kontrastiert mit wirtschaftlicher Stagnation und politischem Reformstau in Japan. Für Frieden, politische Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung in Nordost- und Südostasien wird es immer wichtiger, ob das chinesisch-japanische Verhältnis in Zukunft eher durch Kooperation oder durch Rivalität und Konflikt geprägt ist. Die friedliche Beilegung von Konflikten - zum Beispiel der Nuklearkrise auf der koreanischen Halbinsel - ist ohne konstruktive Beteiligung Japans und Chinas unwahrscheinlich, und auch Ansätze zu einer stärkeren Regionalisierung erscheinen ohne einen der beiden Staaten nicht zukunftsträchtig. Angesichts seiner Bedeutung für die asiatisch-pazifische Region kann die weitere Entwicklung des japanisch-chinesischen Verhältnisses Deutschland und Europa nicht gleichgültig sein. Japan und China haben nach dem Ende des Kalten Krieges noch keine stabile Form für ihre Beziehungen gefunden. Während ihre wirtschaftliche Verflechtung immer enger wird, bleibt ihr politisches Verhältnis distanziert und birgt zahlreiche Konfliktpotentiale. Die Geschichte, insbesondere die japanische Okkupation von Teilen Chinas im Zweiten Weltkrieg, drängt sich immer wieder als Problem in die aktuellen Beziehungen. Entscheidend für ihr künftiges Verhältnis wird sein, ob beide Staaten den Willen und die Fähigkeit haben, nach Verhandlungslösungen zu suchen und dafür entsprechende - bilaterale oder multilaterale - Mechanismen einzurichten bzw. in Anspruch zu nehmen. Da beiden Regierungen die Bedeutung ihrer Beziehungen zueinander für die Gesamtregion bewußt ist, stehen die Chancen dafür nicht schlecht. (SWP-Studie / SWP)

Date: 2004
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