Die Reform des russischen Bankensektors und die Rolle der staatlichen Banken
Vladimir Mamakin and
Klaus Schröder
No S 22/2003, SWP-Studien from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Obwohl sich die Geschäftsbanken in Rußland gegenwärtig dank positiver Wirtschaftsentwicklung in einer Phase enormen Wachstums befindet, ist das russische Bankensystem noch bei weitem nicht vollkommen. Die zwei größten Banken, die Sberbank, deren Aktienmehrheit der Zentralbank gehört, und die Außenhandelsbank, deren Eigentümerin die Regierung ist, kontrollieren über ein Drittel des Bankenmarktes. Deswegen ist es sehr wichtig, wie die Marktstellung dieser staatlichen Banken durch die Bankenreform beeinflußt wird. Die Regierung geht davon aus, daß die in Gang gesetzten Reformen zu erheblichen Wettbewerbsimpulsen auf diesem Dienstleistungsmarkt führen werden. Gleichwohl werden bestehende Wettbewerbsvorteile der staatlichen Banken auch nach deren Durchführung - allerdings in abgeschwächter Form - erhalten bleiben. Die einzige wirkliche Herausforderung für die staatlichen Banken wäre die Expansion ausländischer Banken, aber daran sind diese momentan wegen unsicherer Gewinnchancen auf den regionalen Märkten nicht interessiert. Der evolutionäre Charakter der Reformen wird zur Folge haben, daß sich die starke Marktposition der staatlichen Banken in nächster Zukunft nur geringfügig ändern wird. Aus der Gesamtanalyse folgt schließlich, daß sich bei ihnen die Eigentümer- und Verfügungsstrukturen in absehbarer Zeit kaum ändern werden. Offensichtlich genießt die Privatisierung der zum Staat gehörenden Banken einen relativ geringen strategischen Stellenwert, obwohl das Management dieser staatlichen Geschäftsbanken schon heute ziemlich selbständig die Richtlinien ihrer mittelfristigen Geschäftspolitik bestimmt. (SWP-Studie / SWP)
Date: 2003
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