Chancen und Effekte der Besteuerung von Finanzmarkttransaktionen
Heribert Dieter
No S 24/2010, SWP-Studien from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Wenig kontrollierte und gering besteuerte Finanzmärkte haben in den letzten Jahrzehnten für zahlreiche Finanzkrisen innerhalb und außerhalb der OECD gesorgt. Berücksichtigt man die fiskalischen Kosten für die Rettung des Finanzsystems und die indirekten Kosten durch den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts, hat allein die letzte Krise die Volkswirtschaften mindestens so viel gekostet wie die weltweite Wirtschaftsleistung in einem Jahr. Einzelne Staaten, etwa Großbritannien, Irland und die Schweiz, sind mit den Rettungsaktionen selbst an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten. Sogar vergleichsweise solide wirtschaftende Staaten wären vermutlich nicht in der Lage, eine abermalige große Krise zu meistern. Eine aus ordnungspolitischer Sicht angemessene Antwort auf die von gering regulierten Finanzmärkten herbeigeführten Krisen ist die Besteuerung von Finanztransaktionen. Die Anwendung des Verursacherprinzips erfordert, dass diejenigen, die für Verwerfungen und Übertreibungen an den Finanzmärkten gesorgt haben, die Kosten der Überwindung der Krise tragen. Zugleich müssen Instrumente entwickelt werden, die eine Wiederholung des Glücksspiels der Vergangenheit verhindern helfen. Die Einführung einer Finanztransaktionsteuer mit einem niedrigen Satz von 0,01 Prozent des Wertes der Transaktion ist sowohl technisch möglich als auch fiskalpolitisch geboten. Erhoben werden sollte diese Steuer auf sämtliche Finanzmarkttransaktionen, das heißt den Handel mit Aktien, Anleihen, Währungen und Derivaten
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Date: 2010
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