Die Konstruktion des Feindbilds Westen im heutigen Russland: Seine Geschichte und seine Funktionen
Susan Stewart
No S 28/2008, SWP-Studien from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Die Studie analysiert die Entwicklung eines antiwestlichen Feindbilds in Russland insbesondere seit 2004 und bettet sie in die Geschichte der Sowjetperiode ein. Im heutigen Russland wird sowohl in offiziellen Reden als auch in halboffiziellen und gesellschaftlichen Kontexten ein zusammenhängendes Feindbild "Westen" vermittelt. Russland wird dabei als ein Staat dargestellt, der trotz des Zusammenspiels von internen und externen Feinden in der Lage ist, sich zu verteidigen und seinen eigenen Weg zu gehen. Die externen Akteure werden im russischen Diskurs allerdings differenziert betrachtet: Während die USA eher als Feind stilisiert werden, trifft dies für die EU nur partiell zu. Dennoch kann das Feindbild, auch weil es isolationistischen und nationalistischen Strömungen in Russland den Weg bahnt, einer russischen Außenpolitik Vorschub leisten, die insbesondere für die europäische Sicherheit Risiken birgt. Um zum Abbau dieses Feindbilds beizutragen, wird empfohlen, 1. den Dialog mit russischen Akteuren interessengeleitet zu gestalten; 2. die Kontakte mit der russischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter zu vertiefen; 3. durch Visaerleichterungen die Möglichkeiten zu Europareisen speziell für junge und weniger wohlhabende Russen und Russinnen zu erweitern; 4. die USA stärker in einen Dialog über und mit Russland einzubeziehen
Date: 2008
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