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Militärische Kapazitäten und Fähigkeiten afrikanischer Staaten: Ursachen und Wirkungen militärischer Ineffektivität in Subsahara-Afrika

Arno Meinken

No S 4/2005, SWP-Studien from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: Viele gewaltsame Auseinandersetzungen in Subsahara-Afrika werden zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Gewaltakteuren (Warlords oder Rebellengruppen) ausgetragen. Kennzeichnend für die meisten innerstaatlichen Konflikte sind die geringe Intensität der Gewalt und ihre lange Dauer. Für das konventionell ausgebildete Militär stellen verdeckt operierende Rebellengruppen in langwierigen Gewaltkonflikten von niedriger Intensität eine besondere Herausforderung dar. Das Kräfteverhältnis zwischen regulären Sicherheitskräften und bewaffneten Aufständischen in Subsahara-Afrika hat sich in den letzten Jahren häufig zugunsten letzterer verschoben. Gleichzeitig waren einige Staaten in der Lage, Teile ihrer Streitkräfte in diverse Krisengebiete des Kontinents zu verlegen, sei es aus rein nationalen sicherheitspolitischen und ökonomischen Erwägungen oder im Auftrag multinationaler Organisationen. Trotz erhöhter Aktivitäten der afrikanischen Militärs seit Mitte der neunziger Jahre fällt die Bewertung ihrer Leistungen eher negativ aus. In der Studie werden die Schlüsselelemente militärischer Fähigkeiten in Subsahara-Afrika anhand der Kategorien Humanressourcen, Logistik, Mobilität, Feuerkraft und Personalstärke beleuchtet und die Ursachen und Wirkungen ihrer geringen Ausprägung analysiert. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, daß die Streitkräfte in Subsahara-Afrika analoge Strukturprobleme aufweisen, die für die einzelnen Staaten in absehbarer Zukunft kaum zu lösen sein werden. Eine grundlegende Effektivitätssteigerung der afrikanischen Militärverbände setzt weitreichende und erfolgreiche staatliche Reformen voraus. Bis dahin wird der Frieden in Subsahara-Afrika durch wenige befähigte Streitkräfte und umfangreiche internationale Hilfe gewährleistet werden müssen. (SWP-Studie / SWP)

Date: 2005
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