EconPapers    
Economics at your fingertips  
 

Eine empirische Analyse der Nutzung von Coworking-Zentren in Deutschland

Jeannine Erler

No 22, Schriften zur Organisationswissenschaft from Technische Universität Chemnitz, Professur für Organisation und Arbeitswissenschaften

Abstract: [Problemaufriss und Zielstellung] „In einer ergebnisoffenen Welt mit starken konjunkturellen Schwankungen und schnell drehenden Produktionszyklen wird der Arbeitsmarkt zu einem Ort, an dem zunehmend unabhängig von Meriten und Dienstjahren Preise für mentale Fitness, geistige Flexibilität und lebenslang akkumuliertes Humankapital gebildet werden - und an dem lauter unabhängige Arbeitskraftunternehmer im Wettbewerb zueinander stehen, um sich fall-, projekt- und zeitweise mit ihren unverwechselbaren Vorzügen anzubieten, um sich in Teams zusammenzufinden und lösungsorientiert zu arbeiten - ob als Festangestellte oder nicht.“ Wo und wie arbeiten Menschen, die keine Festanstellung haben, die miteinander um Projekte konkurrieren oder gar gemeinsam verwirklichen, sich ständig weiterbilden müssen, einen andauernden Informationsfluss benötigen, um sich immer wieder neu am Markt zu präsentieren? Menschen, die sich zum Teil nicht in die starren, hierarchischen Strukturen der Unternehmen eingliedern möchten, die ihren eigenen Sinn und Zweck in ihrer Arbeit erkennen und diese nicht nur als reine Existenzsicherung sehen, sondern Nachhaltigkeit schaffen möchten? Durch Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die immerwährende Forderung nach zeitlicher und struktureller Flexibilität der Arbeitnehmer, der Globalisierung, dem damit einhergehenden Auslagern von Teilen der Unternehmen in Niedriglohnländer und dem Reduzieren der Unternehmensmitarbeiter auf Kernbelegschaften werden frühere Arbeitnehmer nun zu „freien Unternehmern“, „neuen Selbständigen“ oder auch „Arbeitskraftunternehmern“. Sie müssen sich neu organisieren, sich eigene Arbeitsplätze schaffen, ihre Leistungen vermarkten und sich ständig weiterentwickeln. Viele dieser Menschen sind deshalb auf der Suche nach Räumlichkeiten, in denen sie ihren Tätigkeiten nachgehen können, die Struktur haben, aber in denen auch die Möglichkeit besteht, soziale Kontakte zu finden, sich auszutauschen, Neuigkeiten zu erfahren, sich zusammenzufinden, um vielleicht gemeinsam Projekte zu generieren.

Date: 2010
References: View references in EconPapers View complete reference list from CitEc
Citations:

Downloads: (external link)
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/162122/1/888265506.pdf (application/pdf)

Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.

Export reference: BibTeX RIS (EndNote, ProCite, RefMan) HTML/Text

Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:zbw:tucpoa:22

Access Statistics for this paper

More papers in Schriften zur Organisationswissenschaft from Technische Universität Chemnitz, Professur für Organisation und Arbeitswissenschaften Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by ZBW - Leibniz Information Centre for Economics ().

 
Page updated 2025-03-20
Handle: RePEc:zbw:tucpoa:22