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Geschlecht und Bildungserfolg: Historische Perspektiven auf die "Krise der Jungen"

Marcel Helbig

No 23, WZBrief Bildung from WZB Berlin Social Science Center

Abstract: Seit über sechzig Jahren haben Mädchen bessere Schulnoten als Jungen. Seit etwa zwanzig Jahren erwerben Mädchen deutlich häufiger das Abitur als Jungen. Schulischer Erfolg wird maßgeblich von gesellschaftlichen Bildern geprägt. - Noch in den 50er Jahren lagen in Deutschland die Jungen beim Abitur zahlenmäßig deutlich vorn. Heute hingegen erlangen Mädchen häufiger das Abitur als ihre männlichen. Und das Abitur steht erst am Ende einer langen Bildungskette, bei der Begabung/Intelligenz, schulische Kompetenzen, Noten und Schulverläufe eine Rolle spielen. Im Durchschnitt haben Jungen niedrigere Lesekompetenzen und schlechtere Noten, sie gehen seltener aufs Gymnasium, häufiger auf Förder- und Hauptschulen - und sie verlassen häufiger die Schule ohne jeden Abschluss. Immer wieder ist deshalb von einer 'Krise der Jungen' zu lesen, im Englischen gar von einem 'war against boys'. Bei der Suche nach Gründen für dieses Phänomen werfe ich einen Blick zurück in die Schulgeschichte. Dabei fällt auf, dass sich die geschlechtertypischen Unterschiede in den Schulnoten über viele Jahrzehnte hinweg hartnäckig halten. Dies ist umso erstaunlicher, als sich in Sachen Schullaufbahn ein so entscheidender Wandel vollzogen hat.

Keywords: Deutschland; Chancengleichheit; Geschlechtsunterschied; Junge; Mädchen; Geschichte 1950-2010 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2013
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Page updated 2025-03-20
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